6.933 Tage „Congé sportif“ wurden für das Jahr 2024 angefragt, wovon 6.405,5 Tage im Endeffekt genehmigt wurden. Fast die Hälfte davon, insgesamt 3.191,5 Tage, gab es für Sportler, 1.427 weitere Tage nahm der technische Betreuerstab in Anspruch. Auch Schieds- und Kampfrichter, die von ihren Verbänden zu internationalen Wettkämpfen geschickt werden, können vom „Congé sportif“ profitieren. Für diese gab es im Jahr 2024 mit 583,5 genehmigten Tagen so viele wie noch nie zuvor. 2023 waren es etwa 421,5, ein Jahr zuvor noch 328,5 Tage. Erstmals taucht in der Liste des „Congé sportif“ auch derjenige für Personen auf, die sich um die administrativen Angelegenheiten von Verbänden und Vereinen kümmern, was mit dem neuen Gesetz am 1. Januar 2024 eingeführt wurde. Mit 137 Tagen fallen diese allerdings noch recht überschaubar aus. Dass es hier noch an Aufklärungsarbeit bedarf, gibt auch das Sportministerium zu, welches angibt, im laufenden Kalenderjahr schon zwei Webinare angeboten zu haben und auch in Zukunft in dieser Hinsicht den regelmäßigen Austausch mit den Verbänden suchen möchte.

Nachholbedarf gibt es derweil auch in Sachen Erstattung bzw. Entschädigung. Nach aktuellem Gesetz müssen Arbeitgeber oder Selbstständige spätestens bis zum 1. Februar des darauffolgenden Jahres einen Antrag für das Ausbezahlen des Sporturlaubs stellen. Für das Jahr 2024 wurden 180 Anträge nicht berücksichtigt, weil diese Frist nicht eingehalten wurde. Davon waren 118 verschiedene Arbeitgeber betroffen, insgesamt galt dies für 660 Tage „Congé sportif“.
Die für Juli 2025 angekündigte MyGuichet-App zum „Congé sportif“, die Anträge zukünftig vereinfachen soll, ist derweil noch nicht verfügbar, soll aber zeitnah fertiggestellt werden.
Was den „Subside Qualité+“ für Sportvereine betrifft, so gab es bis zum Stichdatum am 30. September 2025 insgesamt 415 Anfragen, was ein minimales Plus von 14 im Vergleich zum Vorjahr bedeutet. In den kommenden Monaten soll die Reform dieser Zuschüsse fertiggestellt und im Anschluss regionale Informationsversammlungen organisiert werden, damit mehr Sportklubs in Zukunft hiervon Gebrauch machen.
De Maart

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