UkraineKurz vor Kriegs-Jahrestag: Russland meldet Geländegewinne 

Ukraine / Kurz vor Kriegs-Jahrestag: Russland meldet Geländegewinne 
Zerstörte Wohnungen nach einem Angriff In Kharkiv, Ende Januar  Foto: AFP/Sergey Bobok

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Zwei Tage vor dem zweiten Jahrestag des Beginns des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine hat Moskau Geländegewinne im Osten des Landes gemeldet und Kiew damit weiter in die Defensive gedrängt.

Russische Soldaten hätten das kleine Dorf Pobeda fünf Kilometer westlich von Donezk eingenommen, erklärte das russische Verteidigungsministerium am Donnerstag. Unterdessen gab die ukrainische Armee an, ein russisches Übungsgelände an dem von Moskau kontrollierten Ufer des Flusses Dnipro im Süden des Landes angegriffen zu haben.

An der Front in Donezk hätten „Einheiten der Truppengruppe ‚Süd‘ das Dorf Pobeda befreit und ihre Position entlang der Frontlinie verbessert“, hieß es aus Moskau. Die Ukraine bestätigte den Geländegewinn zunächst nicht. Der für die Region zuständige Kommandeur der ukrainischen Streitkräfte, Oleksandr Tarnawsky, bestätigte lediglich Kämpfe in der Region und erklärte, in Pobeda würden „die feindlichen Kräfte abgehalten“.
Die Einnahme des kleinen Ortes würde ein weiteres Vordringen der russischen Streitkräfte in Richtung Westen bedeuten. Erst in der vergangenen Woche hatten russische Soldaten die strategisch wichtige Industriestadt Awdijiwka nach monatelangen Kämpfen eingenommen. Ende Dezember war bereits die Stadt Marjinka an die russische Armee gefallen.

Derweil meldeten die ukrainischen Streitkräfte den Angriff auf ein russisches Übungsgelände auf dem von Moskau gehaltenen Ostufer des Flusses Dnipro im Süden der Ukraine. Bei dem bereits am Mittwoch erfolgten Beschuss nahe der Ortschaft Podo-Kalyniwka wurden laut einer Militärsprecherin rund 60 russische Soldaten „getötet oder schwer verletzt“.

Im Onlinenetzwerk Telegram veröffentlichten die südlichen Streitkräfte der Ukraine Luftaufnahmen, die Explosionen und am Boden liegende Soldaten zeigten. Der angegriffene Truppenübungsplatz wurde demnach von Soldaten genutzt, die einen Brückenkopf angreifen sollten.

Nordkoreanische Raketen

Der ukrainische Geheimdienst warf Moskau am Donnerstag den Einsatz von nordkoreanischen Raketen gegen zivile Ziele vor. Dabei handle es sich es um ballistische Raketen vom Typ Hwasong-11. „Laut unserer Untersuchung haben die russischen Truppen mehr als 20 dieser nordkoreanischen Waffen auf die Ukraine abgefeuert“, hieß es in einer Mitteilung. Mindestens 24 Zivilisten seien getötet und mehr als hundert weitere verletzt worden.

Am Samstag jährt sich der Beginn der russischen Invasion bereits zum zweiten Mal. Nach mehr als einem Jahr festgefahrener Kämpfe geht Moskau in der Ostukraine wieder in die Offensive. Die ukrainischen Soldaten leiden unterdessen zunehmend unter Munitionsmangel – unter anderem wegen der Verzögerung wichtiger Hilfen aus den USA. 

UN-Angaben zufolge hat der nun zwei Jahre andauernde Krieg „unermessliches Leid“ über die Zivilbevölkerung in der Ukraine gebracht und mehr als 14 Millionen Menschen – knapp ein Drittel der Bevölkerung – vertrieben. „Die Zerstörung ist weit verbreitet, der Verlust von Menschenleben und das Leid gehen weiter“, erklärte die Generaldirektorin der Internationalen Organisation für Migration (IOM), Amy Pope.
Die russische Invasion in der Ukraine am 24. Februar 2022 war der größte Überfall auf ein europäisches Land seit dem Zweiten Weltkrieg. Sie löste in Europa die größte Fluchtbewegung seit 1945 aus.

rcz
23. Februar 2024 - 18.12

Dubai, klingt gut! Die haben doch auch Klimaanlagen. Obschon für das Umwelt Gewissen wäre es vielleicht nicht so gut? Doch weniger schädlich als ein Atomkrieg.???☠️?

luxmann
23. Februar 2024 - 16.10

Beobachter. Ich war diese woche in Dubai um mich nach einer neuen wohnung umzuschauen. Dort sind die malls bereits jetzt so voll von russen dass keine invasion zu befuerchten ist. Nur schade dass es ueber 6 monate im jahr dort wegen der hitze kaum auszuhalten ist?

Beobachter
23. Februar 2024 - 15.05

Ist die gesamte Ukraine nur Übungsgelände für die Russen um Europa zu erobern? Immer mehr regierende Politiker scheinen fest davon überzeugt! Sollten wir unsere Flucht schon vorbereiten? Der Westen schwächelt doch sehr. Da helfen auch Taurus nicht die die Ukraine nicht bedienen kann. Oder müssen wir bald an die Front um die fehlenden Soldaten in der Ukraine zu ersetzen?..