Recherchetheater
Bühnenreif in 26 Szenen: Autor und Regisseur Calle Fuhr bringt den Klimawandel ins Theater
Der Klimawandel ist vor der Tür, ist omnipräsent. Doch wie bringt man ihn auf die Bühne eines Theaters, wenn er sich nicht mit den üblichen Narrativen darstellen lässt? Indem man diese hinterfragt und zum freieren, assoziativeren Erzählen übergeht – wie es der Autor und Regisseur Calle Fuhr mit seinem Stück „Alphabet“ im Kasemattentheater zeigt.*
Der Theatermacher Calle Fuhr auf der Bühne des Kasemattentheaters, wo er sein Stück „Alphabet“ inszeniert Foto: Editpress/Hervé Montaigu
Eine Frau telefoniert mit ihrem Neffen. Die beiden haben lange nichts mehr voneinander gehört. Die Tante lebt im Ahrtal. Sie telefonieren während der Hochwasserkatastrophe vor drei Jahren. Die Frau schildert dem Neffen, was gerade geschieht und wie furchtbar es ist. Sie sagt ihm aber auch, wie schön sie es findet, dass gerade so viele Menschen einander helfen. Das Gespräch handelt von zwei Menschen, die zueinander auf Distanz gegangen waren und durch dieses Telefonat kurz wieder zusammenfinden.