Freitag2. Januar 2026

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Wetterbilanz 2025Zu warm, regional zu trocken, aber manchmal auch extrem nass

Wetterbilanz 2025 / Zu warm, regional zu trocken, aber manchmal auch extrem nass
Die Temperaturen lagen 2025 über dem Schnitt und der Regen blieb nicht (immer) ohne Folgen Foto: Victoria Jones/PA/AP/dpa

Das Wetterjahr 2025 war wärmer als im Schnitt. Starkregen, Defizite beim Niederschlag und lokale Überschwemmungen prägten das Bild.

Das Jahr 2025 brachte keine neuen schweißtreibenden Temperaturrekorde. Dennoch war es insgesamt warm. Die Durchschnittstemperaturen lagen über dem Klimareferenzzeitraum von 1991 bis 2020. Meteolux und das Landwirtschaftsministerium halten in ihrer Wetterbilanz monatliche Überschreitungen des Mittelwerts zwischen +0,1 und +0,9 Grad Celsius fest.

Diese Abweichungen zeigten sich an mehreren Wetterstationen, allerdings in unterschiedlichem Ausmaß. Am Findel und in Remich lagen fast alle Monate über dem langjährigen Durchschnitt, mit Ausnahme des Juli. In Asselborn wurden im Januar, Februar und Juli unterdurchschnittliche Temperaturen gemessen. In Küntzig waren es fünf Monate: Mai, Juli, August, September und November.

Die Wetterstationen registrierten im Juli die größte positive Abweichung, die stärkste negative im Februar.

Überschwemmungen und Niederschlagsdefizit

Beim Niederschlag zeigten sich deutliche regionale Unterschiede. Am Findel und in Asselborn lagen die Mengen über dem Referenzwert, während sie in Küntzig und Remich darunter blieben, wie aus dem Bericht hervorgeht. Gleichzeitig verzeichneten jedoch alle Wetterstationen in sieben von zwölf Monaten ein Niederschlagsdefizit. Die stärkste negative Abweichung wurde im Dezember gemessen.

Ein Sonderfall war der September. Starkregen sorgte für neue Rekordwerte: In Küntzig fielen 211,6 Millimeter mehr als üblich, in Remich 157,1 Millimeter und am Findel 265,1 Millimeter. Die Niederschläge führten unter anderem zu Überschwemmungen im Alzettetal, etwa im Pfaffenthal und in Rollingen.

Bereits im Januar hatten starke Regenfälle in Kombination mit schneller Schneeschmelze lokale Überschwemmungen ausgelöst, unter anderem an der Alzette, der Sauer und der Mosel.

Positive Bilanz für die Landwirtschaft

Das kontrastreiche Wetter „war für die Landwirtschaft eher günstig“, heißt es in dem Schreiben. Die Erträge bei Futterpflanzen, Getreide sowie Kartoffeln, Obst und Gemüse seien „sehr zufriedenstellend“.

Auch für den Weinbau sei es allgemein ein gutes Jahr gewesen. Allerdings erschwerten die starken September-Niederschläge die Erntebedingungen, sodass die Winzer die Trauben sorgfältig selektieren mussten. Dennoch habe die Weinlese 2025 am Ende gute Erträge geliefert, schreibt das Landwirtschaftsministerium. (WiR)