Dienstag6. Januar 2026

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Nach US-MilitäreinsatzVenezuelas Vizepräsidentin übernimmt Regierung und  kündigt Widerstand an

Nach US-Militäreinsatz / Venezuelas Vizepräsidentin übernimmt Regierung und  kündigt Widerstand an
Die venezolanische Vizepräsidentin Delcy Rodríguez spricht im Außenministerium zur Presse Foto: Ariana Cubillos/AP/dpa

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Venezuelas entmachteter Präsident Nicolás Maduro sitzt in New York im Gefängnis. Vizepräsidentin Rodríguez kündigte Widerstand gegen den Angriff der USA an. Sie übernimmt laut Medien die Regierung.

Nach der gewaltsamen Entmachtung des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro übernimmt Vizepräsidentin Delcy Rodríguez örtlichen Medienberichten zufolge geschäftsführend die Führung des Landes. Das habe das Oberste Gerichtshof in Venezuela angeordnet. 

Maduro und seine Frau Cilia Flores waren am Samstag bei einem US-Militäreinsatz von Spezialeinheiten festgenommen und in die USA gebracht worden. Beide sitzen in einem Gefängnis in New York, wo sie sich vor Gericht wegen „Verschwörung zum Drogenterrorismus“ sowie zum Kokainimport verantworten müssen. 

US-Präsident Donald Trump hatte mitgeteilt, dass die USA vorübergehend die Macht in dem südamerikanischen Land übernehmen wollen. Vizepräsidentin Rodríguez sei zu einer Zusammenarbeit bereit. „Wir haben gerade ein Gespräch mit ihr geführt, und sie ist im Grunde bereit, das zu tun, was wir für notwendig halten, um Venezuela wieder groß zu machen, ganz einfach“, sagte er bei einer Pressekonferenz in seiner Residenz Mar-a-Lago. Rodríguez gab sich nach Trumps Äußerungen jedoch unbeugsam. „Es gibt nur einen Präsidenten in diesem Land und er heißt Nicolás Maduro Moros“, sagte sie umgeben von Ministern und Militärs bei einer Sitzung des Nationalen Verteidigungsrates.

Rodríguez kündigt Widerstand an

Rodríguez kündigte entschlossenen Widerstand gegen den US-Angriff an. „Wir werden nie wieder Sklaven sein.“ Sie gilt als eine der loyalsten Figuren in Maduros Machtzentrum. Die 56-jährige Juristin hatte als Außenministerin (2014-2017) den konfrontativen Kurs gegen die USA geprägt, den sie als Vizepräsidentin fortsetzte. Schon ihr Vater war ein linker Parteifunktionär, auch ihr Bruder Jorge Rodríguez bekleidete eine Reihe wichtiger Ämter in Maduros Regierung. Sie forderte nach dem US-Militäreinsatz die sofortige Freilassung von Maduro und seiner Ehefrau. 

Venezuelas Verfassung sieht vor, dass Rodríguez bei einem Ausfall des Staatschefs bis zu Neuwahlen die Regierungsgeschäfte übernimmt.

Friedensnobelpreisträgerin María Corina Machado forderte nach der Festnahme Maduros die Einsetzung des Oppositionspolitikers Edmundo González Urrutia als Nachfolger. Er habe die Präsidentenwahl vor eineinhalb Jahren gewonnen und sollte sein verfassungsmäßiges Amt nun unverzüglich antreten, hieß es in einer auf der Plattform X veröffentlichten Mitteilung Machados.

Lucilinburhuc
4. Januar 2026 - 16.36

"die Einsetzung des Oppositionspolitikers Edmundo González Urrutia als Nachfolger" ist die einzig juristisch und zudem moralisch richtige Option, weil: " Er habe die Präsidentenwahl vor eineinhalb Jahren gewonnen "