Editorial
Sag alles ab: Festivals und Messen in der Pandemie
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Die Absage der Leipziger Buchmesse hat die Literatur- und Verlagswelt zu Recht erschüttert: Es ist nunmehr das dritte Jahr in Folge, dass die beliebte Publikumsmesse nicht stattfinden wird. Hatte man die Absagen in den letzten beiden Jahren durchaus nachvollziehen können – 2020 befand sich die gesamte Welt im Lockdown, 2021 wurde die Welt von einer weiteren (und für Menschen mit Gehirn allzu voraussehbaren) Winterwelle in einen erneuten Lockdown gezwungen –, waren die Hoffnungen für 2022 umso größer, da man eben hoffte, die verlorene Zeit zumindest ein bisschen wettzumachen. Die Absage dieses Jahr ist umso bedenklicher, da sie dem Wegbrechen der großen Verlagshäuser geschuldet ist: So zeigt sich doch sehr deutlich, dass selbst der ach so systemkritische Literaturbetrieb von genau den Kräften angetrieben wird, die Autoren und Autorinnen stets kritisieren.