GewerkschaftOGBL äußert Bedenken zu Sicherheit der Arbeitsplätze bei Liberty Dudelange

Gewerkschaft / OGBL äußert Bedenken zu Sicherheit der Arbeitsplätze bei Liberty Dudelange
 Foto: Editpress/Julien Garroy

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Die britische Finanzgruppe Greensill Capital hat Anfang der Woche Insolvenz angemeldet – das könnte Auswirkungen auf die Firma Liberty Dudelange haben. In einer Pressemitteilung vom Mittwoch hat der OGBL deshalb Bedenken bezüglich der Sicherheit der Stellen am Standort Düdelingen geäußert.

„Bedrohung für Mitarbeiter des Standorts Düdelingen?“ So leitet der „Onofhängege Gewerkschaftsbond Lëtzebuerg“ (OGBL) seine Pressemitteilung vom Mittwochvormittag zu Liberty Dudelange ein. Die Gewerkschaft stellt in dem Schreiben infrage, ob die Arbeitsplätze in dem Unternehmen sicher sind. Der Hintergrund: Greensill Capital hat zu Beginn der Woche in London Insolvenz angemeldet. Die britische Finanzgruppe zählt laut OGBL die GFG Alliance Group zu ihren Kunden, die Eigentümerin von Liberty Liège-Dudelange und damit auch des Standorts Düdelingen ist, an dem derzeit rund 250 Mitarbeiter beschäftigt sind.

In der Pressemitteilung erklärt der OGBL, dass diese Ankündigung seine Bedenken bestätigt, die von Anfang an bezüglich der Schwächen in der finanziellen Konstruktion des Liberty-Projekts bestanden. „Zur Erinnerung: Liberty erwarb ArcelorMittal Düdelingen im Jahr 2018 nach einer Entscheidung der Europäischen Kommission, die ArcelorMittal gezwungen hatte, einen Teil seiner Aktivitäten in Europa zu veräußern“, schreibt die Gewerkschaft. Sie habe von Anfang an Bedenken gegenüber dem neuen Käufer geäußert. „Die GFG Alliance Group ist bekannt für ihre aggressive Expansion und die Übernahme mehrerer Standorte in Europa mit massiver Verschuldung“, heißt es in dem Schreiben.

Der OGBL weist zudem darauf hin, dass der Eigentümer von Liberty Steel, Sanjeev Gupta, Anfang 2020 angekündigt habe, 100 Millionen Euro in die Einheit Liberty Liège-Dudelange und damit auch in den Standort Düdelingen investieren zu wollen. Bis heute hätten die Mitarbeiter in Düdelingen allerdings nichts Konkretes in dieser Hinsicht gesehen.

Unternehmensgruppe stehe zum Standort Luxemburg

Am Dienstag hatte Wirtschaftsminister Franz Fayot bestätigt, dass es tatsächlich eine Reihe von Unsicherheiten gebe. Bereits vor einigen Tagen (am 5. März) habe der Eigentümer des britischen Stahlkonzerns ihm einen Brief zum Thema geschickt. In dem Schreiben habe Sanjeev Gupta über die Probleme geschrieben und versichert, dass die Unternehmensgruppe zum Standort Luxemburg stehe. Die Schwierigkeiten würden keine Folgen für die Aktivitäten der Gruppe haben, sagte er.

Auch an den Plänen, die Aktivitäten hierzulande weiter auszubauen, wolle die Gruppe festhalten, berichtete der Minister. Der Stahlkonzern ist nicht mehr nur in Düdelingen aktiv, sondern auch auf Kirchberg, wo Verwaltungs-Aktivitäten angesiedelt wurden. Das soll noch weiter ausgebaut werden. Im Fokus stehen Aktivitäten wie Finanzen, Einkauf und Logistik. „Es handelt sich um einen wichtigen Akteur für unsere Wirtschaft“, unterstricht Fayot. Man werde die Entwicklungen weiter genau im Auge behalten.

Angesichts der Situation habe der OGBL um ein dringendes Treffen mit der Konzernleitung in Luxemburg gebeten und stehe in engem Kontakt mit dem luxemburgischen Staat sowie den europäischen Gewerkschaften, die von der Insolvenzanmeldung des Gläubigers von Liberty betroffen seien.

Grober J-P.
10. März 2021 - 17.35

Ich werde leider meine Wette gewinnen. 2 x Diddeleng, später dann vielleicht auch die Glasfabrik und PW. Trau keinem der die Backen zu voll nimmt und grosse Investitionen ankündigt. Haltet die Augen auf bei Borg Warner, bei Ceratizit. "Man werde die Entwicklungen weiter genau im Auge behalten." Man macht die Augen auf wenn es zu spät ist. H. Fayot wurde bestimmt nicht vom H. Gupta gefragt ob er darf.