Nach der verheerenden Brandkatastrophe im Schweizer Skiort Crans-Montana teilen die Direktion für Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe und das Ministerium für auswärtige und europäische Angelegenheiten, Verteidigung, Zusammenarbeit und Außenhandel in einer gemeinsamen Pressemitteilung vom Sonntag mit, dass das Feuer neuesten Angaben zufolge 40 Todesopfer und 119 Verletzte forderte.
Die Tragödie mit zahlreichen Schwerverletzten unterstreicht laut Mitteilung die Bedeutung internationaler Hilfe. Die Schweiz habe daher den europäischen Katastrophenschutzmechanismus aktiviert, um die Evakuierung der Betroffenen ins Ausland zu gewährleisten. Das Luxemburger Außenministerium habe die Luxembourg Air Rescue (LAR) über das Programm emergency.lu beauftragt, die Operation mit ihren medizinischen Evakuierungskapazitäten zu unterstützen.
In der Nacht des 2. Januar 2026 habe die LAR nach einer Vorwarnung von emergency.lu sofort ihre Flug- und medizinischen Teams – einschließlich eines Anästhesisten und zweier spezialisierter Krankenschwestern – in Alarmbereitschaft gestellt, um die Versorgung der schwer verbrannten Patienten sicherzustellen.
Eine erste Person sei am 2. Januar in enger Abstimmung zwischen luxemburgischem Außenministerium, CGDIS, EU-Katastrophenschutzkoordinierungszentrum (ERCC) und LAR eine erste Person aus Payerne in der Schweiz in eine Spezialklinik nach Leipzig evakuiert worden. Am 3. Januar sei ein Patient von Zürich nach Berlin verlegt worden. (les)
Wie leistet die EU Hilfe im Bereich des Katastrophenschutzes?
In Notfällen können die nationalen Behörden den Katastrophenschutzmechanismus der EU aktivieren, um eine koordinierte Hilfe zu ermöglichen. Alle EU-Mitgliedstaaten sowie 10 weitere teilnehmende Länder (Albanien, Bosnien und Herzegowina, Island, Nordmazedonien, Moldau, Montenegro, Norwegen, Serbien, Türkei und Ukraine) sind daran beteiligt.Das Europäische Zentrum für die Koordinierung von Notfallmaßnahmen (ERCC) überwacht weltweit rund um die Uhr Hilfeersuchen und koordiniert die Einsätze. Zudem kofinanziert die EU Betriebs- und Transportkosten der geleisteten Hilfe.
De Maart
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