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Treffen mit FinanzministerCGFP: Steuerreform lässt viele Fragen offen

Treffen mit Finanzminister / CGFP: Steuerreform lässt viele Fragen offen
Die Beamtengewerkschaft CGFP sieht Nachbesserungsbedarf bei der geplanten Steuerreform Foto: Editpress/Alain Rischard

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Die CGFP sieht bei der geplanten Steuerreform Nachbesserungsbedarf. Haushalte dürften nicht benachteiligt werden. Auch der Bürokratieaufwand sorgt für Kritik.

Die CGFP hat bei einem Treffen mit Finanzminister Gilles Roth (CSV) am Freitag ihre Analyse zur geplanten Steuerreform vorgestellt. Die Beamtengewerkschaft begrüßt einige Maßnahmen, sieht jedoch weiterhin offene Fragen. Das geht aus einer Pressemitteilung vom Montag hervor.

So dürfe die Einführung der allgemeinen Individualbesteuerung Privathaushalte nicht zusätzlich belasten. Vor allem Ehepaare mit nur einem Einkommen oder stark ungleicher Einkommensverteilung dürften nicht zu den Verlierern der Reform zählen. Zudem sei die geplante (und auf 20 Jahre begrenzte) Übergangsregelung für Steuerpflichtige der Klasse 2 unzureichend. Die CGFP fordert daher, bestehende Bedingungen dauerhaft beizubehalten.

Auch die Steuergutschrift für Alleinerziehende, die sich oft in einer prekären finanziellen Lage mit begrenzten Entlastungen befinden, oder gleichwertige Maßnahmen sollen „unbedingt erhalten bleiben“, schreibt die Gewerkschaft.

Kritik an Vorteilen für Unternehmen

Unklar ist laut CGFP, wie Geschiedene und Verwitwete künftig steuerlich behandelt werden. Denn: Mit der Einzelbesteuerung entfalle die Steuerklasse 2, in der Betroffene bisher in den drei Jahren nach einer Scheidung oder dem Tod des Ehepartners blieben. Auch zur Besteuerung von Kindern und Unterhaltskosten – besonders in Patchwork-Familien – fehle es an klaren Vorgaben.

Ein zentrales Anliegen der CGFP bleibt laut dem Schreiben die vollständige Anpassung der Steuertabelle an die Inflation. Ein automatischer Anpassungsmechanismus solle die Kaufkraft langfristig sichern. Außerdem fordert die Gewerkschaft die Überarbeitung veralteter Abzugsbeträge.

Kritisch sieht die CGFP auch geplante Steuererleichterungen für Unternehmen. Diese dürften nicht zulasten der Bürger gehen, die ohnehin einen wachsenden Anteil der Steuerlast tragen. Zudem warnt sie vor dem bürokratischen Mehraufwand durch die Reform, der im Widerspruch zum Ziel der administrativen Vereinfachung stehe. (les)

Muller Christian
19. November 2025 - 9.41

Wéint enger Steierreform, déi haaptsächlech gescheete Männer mat décke Paien entgéintkënnt, ginn d'Staatsfinanzen an d'Solidaritéit an der Koppel ënnert den Virwand vun 'net méi Zäitgeméiss' iwwert Bord geheit.

An eis léif Beamtegewerkschaft wëll natierlech nach méi Goss erauskréien...

Altwies Yves
18. November 2025 - 12.52

Pardon, "Sintflut"

Jemp
18. November 2025 - 12.06

Typisch CSV. Vor den Wahlen wurde behauptet, niemand würde nach der Steuerreform mehr bezahlen müssen, jetzt stellt sich heraus, dass das wieder mal eine Lüge war.

Zeltzaam
18. November 2025 - 8.28

Unfaire Vorteile müssen über 20 Jahre lang bestehen bleiben?

Es handelt sich um eine Steuerreform, nicht um ein Steuergeschenk.

Es sollte nichts kosten, nur die Verteilung sollte sich ändern.

Altwies Yves
17. November 2025 - 21.47

Hauptsache es bleibt alles beim alten. Nicht wahr liebe CGFP ? "Nach mir die Sinflut"

Reinertz Barriera Manfred
17. November 2025 - 20.20

Es scheint also unmöglich zu sein, ein Steuersystem zu erarbeiten, das alle Leute zu Frieden stellen würde, woran liegt das wohl?