Freitag2. Januar 2026

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WinterwetterSchneeflocken im Anmarsch: Das erwartet Luxemburg am Wochenende

Winterwetter / Schneeflocken im Anmarsch: Das erwartet Luxemburg am Wochenende
Das Winterwetter ist noch lange nicht abgesagt Foto: Vincent Lescaut/L’Essentiel

Vor einigen Tagen zog noch eine potenzielle Luftmassengrenze die Aufmerksamkeit vieler Winterfreunde auf sich. Inzwischen ist klar: Diese bleibt wohl aus. Doch das ist noch lange keine Absage des Winterwetters – im Gegenteil: Bis zum 6. Januar werden die Luftmassen immer kälter und es ergeben sich immer wieder Chancen auf Schneeschauer.

Am Wochenende prägt ein Tiefdruckgebiet unser Wetter, das sich vom südskandinavischen Raum rüber auf die Ostsee bewegt. Zur gleichen Zeit liegt ein anderes Tief knapp westlich der iberischen Halbinsel. Vor einigen Tagen war das Zusammenspiel aus beiden Druckgebieten noch relevant, da die Modelle eine markante Luftmassengrenze über unseren Köpfen entstehen ließen. In diesem Fäll hätten sich über den gleichen Gebieten immer wieder neue Schneefälle gebildet, was zu massiven Schneehöhen hätte führen können. Mittlerweile ist klar, dass das Tief im Südwesten viel zu weit südlich liegt und somit kein relevanter Einfluss mehr zu erwarten ist.

Am langen Hebel bleibt aber dennoch das Tief über der Ostsee: Es schaufelt immer kältere Luft aus Nordwesten zu uns, die mit der Feuchte der Nordsee vermischt wird. Vom Muster her gesehen ist es also die perfekte Großwetterlage für verbreitete Schneeschauer über einem größeren Gebiet. Doch wo wie viel Schnee fallen wird, ist schwieriger vorherzusagen, als man denkt: Besonders im Fokus sind Belgien, die Niederlande und die nördlichen Teile Deutschlands. Dort werden demnächst immer wieder Schauerstraßen durchziehen, wodurch örtlich bis zu 10 Zentimeter Schnee im Flachland zusammenkommen können. Besonders in den Höhenlagen, wie beispielsweise in der deutschen und belgischen Eifel, darf man sich auf Mengen von 20 bis 30 Zentimetern freuen, und das bis zum Sonntag.

Die Schnee-Lage in Luxemburg

Unser kleines Land liegt am Rande dieser Schauerstraßen, wird allerdings trotzdem auch immer wieder Schneeschauer zu sehen bekommen. Fest steht: Die Bedingungen sind gegeben, allerdings lässt sich nicht vorhersagen, wann und wo es dazu kommt – ähnlich wie bei den Gewitterlagen im Sommer. Aus diesem Grund zeigen uns die Wettermodelle in Sachen Schneehöhen alle völlig unterschiedliche Szenarien: Die einen rechnen bis zum Sonntag mit 2 bis 8 Zentimetern, andere mit gar nichts bis hin zu einem oder zwei Zentimetern auf den Anhöhen des Öslings. Es kann dieses Wochenende also, und möglicherweise auch darüber hinaus, zu einigen spontanen Überraschungen kommen. Als Freund des Winters sollte man sich trotzdem nicht zu viel von diesen erhoffen, auf den Straßen ist weiter Vorsicht geboten.

Temperaturen im Sinkflug

In dieser Woche machten sich bereits örtlich zweistellige Minustemperaturen bemerkbar, herbeigeführt durch eine Inversionswetterlage. Diese hielt etwas länger an als berechnet: Am Mittwochmorgen wurde an der ASTA-Station in Breidfeld mit -9,9°C erneut beinahe ein zweistelliger Minuswert gemessen. Auch an vielen anderen Wetterstationen, nicht nur im Norden, wurden verbreitet Tiefstwerte zwischen -9 und -6°C verzeichnet.

Durch die kühle und feuchte nordwestliche Strömung werden es die Höchstwerte ab Samstag nur noch örtlich auf knapp über den Gefrierpunkt schaffen, im Norden ist bereits Dauerfrost möglich. Das vorläufige Minimum soll sich am 6. Januar mit Höchstwerten von nur ungefähr -2°C Grad ergeben, mit deutlich niedrigeren Tagestiefstwerten.