Donnerstag1. Januar 2026

Demaart De Maart

Koordinierter ZugriffPolizei nimmt fünf mutmaßliche „Money Mules“ nach Phishing-Welle fest

Koordinierter Zugriff / Polizei nimmt fünf mutmaßliche „Money Mules“ nach Phishing-Welle fest
Beim Money Muling handelt es sich um eine Technik im Bereich der Geldwäsche Foto: Monika Skolimowska/dpa

Nach einer Welle von Phishing-Angriffen hat die Polizei fünf mutmaßliche Helfer festgenommen. Sie sollen ihre Konten für Geldwäsche zur Verfügung gestellt haben.

In einer koordinierten Aktion durchsuchten am Abend des 30. Dezember und in der Nacht zum 31. Dezember mehrere Polizeieinheiten Wohnungen im Großherzogtum. Ziel: mutmaßliche sogenannte „Money Mules“ – Personen, die ihre Bankkonten oder Zahlungskarten Kriminellen zur Verfügung stellen, um illegale Gelder aus Phishing-Angriffen weiterzuleiten.

Wie die Luxemburger Staatsanwaltschaft am Donnerstag in einem Presseschreiben mitteilt, wurden bei den Durchsuchungen fünf Tatverdächtige festgenommen. Die Einsätze wurden von mehreren Einheiten der Kriminalpolizei, dem Polizeikommissariat Bonneweg sowie Einheiten aus der Region Süd-West  (Esch) koordiniert durchgeführt. Dabei seien zahlreiche Beweismittel ans Licht gekommen. Darüber hinaus seien auch Wertgegenstände wie Bargeld, ein Fahrzeug, elektronische Geräte und Zahlungsmittel beschlagnahmt worden, um eine spätere Einziehung zu ermöglichen und eine mögliche Rückführung an Geschädigte zu gewährleisten.

Die Festgenommenen wurden am 31. Dezember dem Untersuchungsrichter am Bezirksgericht Luxemburg vorgeführt. Gegen alle fünf wurde Untersuchungshaft angeordnet. Wie die Staatsanwaltschaft mitteilt, laufen die Ermittlungen weiter – sowohl belastende als auch entlastende Elemente werden geprüft.

Hintergrund der Maßnahmen ist eine Serie von Phishing-Attacken, die sich zuletzt gegen zahlreiche Einwohner Luxemburgs richteten. Es gilt Grundsatz der Unschuldsvermutung.

Die Staatsanwaltschaft und die Polizei erinnern jedoch daran, dass es sich beim „Money Muling“ um eine Straftat handelt, die unter anderem mit bis zu fünf Jahren Haft und einer Geldstrafe von bis zu 1,25 Millionen Euro geahndet werden kann.

Die Justiz ruft in diesem Kontext noch einmal zur Vorsicht auf:

– Seien Sie vorsichtig bei Angeboten, die schnellen und unkomplizierten Gewinn versprechen.
– Stellen Sie Ihr Konto niemals für Aktivitäten Dritter zur Verfügung.
– Teilen Sie Ihre Bankdaten nicht mit unbekannten Personen.
– Überweisen Sie keine Beträge auf Konten, deren Herkunft Ihnen nicht bekannt ist.
– Überweisen Sie niemals Geld auf ein unbekanntes Konto auf Aufforderung einer Drittperson
– Sollten Sie Opfer von Betrug werden oder vermuten, als Money Mule missbraucht zu werden, brechen Sie alle Transaktionen ab und wenden Sie sich sofort an die Polizei.