Samstag3. Januar 2026

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LHCE-TheatergruppeStaatsanwaltschaft stellt Ermittlungen ein – Fall geschlossen

LHCE-Theatergruppe / Staatsanwaltschaft stellt Ermittlungen ein – Fall geschlossen
Die Theatergruppe des LHCE ist Anfang des Jahres in die Schlagzeilen geraten Foto: Editpress

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Nach monatelangen Ermittlungen rund um die Theatergruppe „Namasté“ im LHCE stellt die Staatsanwaltschaft das Verfahren ein. Die Vorwürfe sexuellen Fehlverhaltens hätten sich nicht bestätigt. Das Bildungsministerium erklärte daraufhin, seinerseits keine Disziplinarverfahren einzuleiten.

Die Luxemburger Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen im Fall „Namasté“ eingestellt. Das geht aus einer Mitteilung der Justiz am Montagmorgen hervor. Im Januar war bekannt geworden, dass die Polizei wegen Vorwürfen sexuellen Fehlverhaltens in der Theatergruppe „Namasté“ am „Lycée Hubert Clément“ in Esch (LHCE) ermittelte. Jetzt erklärte die Staatsanwaltschaft: „Die Ermittlungen konnten den Kontext der mutmaßlichen Taten klären“, heißt es. „Die Untersuchung konnte keine Straftaten, insbesondere keinen sexuellen Missbrauch, wie ursprünglich in der Anzeige beschrieben, nachweisen.“ 

Der strafrechtliche Teil des Verfahrens sei deshalb abgeschlossen, schreibt die Justiz. „Die Staatsanwaltschaft Luxemburg hat beschlossen, die Akte ohne weitere Maßnahmen zu schließen.“ Zivilrechtlichen Maßnahmen würde diese Entscheidung aber nicht vorgreifen. 

Gerüchteküche brodelte

Die Vorwürfe, die im Januar des Jahres rund um die Theatergruppe am LHCE an die Öffentlichkeit gelangten, wogen schwer. Es ging um potenziell „strafbares Verhalten sexueller Natur außerhalb einer Aufführung“, wie eine Justizsprecherin damals erklärte. Tagelang brodelte die Gerüchteküche und sogar die Bild-Zeitung berichtete über den Vorfall. Die Staatsanwaltschaft erklärte gegenüber dem Tageblatt im Januar, dass es sich nicht um Szenen in einer aufgeführten Theatervorführung handele, sondern „um strafbares Verhalten sexueller Natur“, das außerhalb einer Aufführung stattgefunden haben soll. Im März äußerten sich Schüler aus der Theatergruppe in einem offenen Brief, erklärten, dass es sich lediglich um ein „dummes Spiel“ auf einer Abschlussparty handelte. 

Die Direktion der Schule hatte Ende Oktober 2024 von den Vorwürfen erfahren und die Behörden eingeschaltet, im November wurden Ermittlungen eingeleitet. „Aufgrund einer im Oktober 2024 eingegangenen Meldung über schwerwiegende Vorfälle sexueller Natur, die möglicherweise Straftaten darstellen, hat die Staatsanwaltschaft die Einleitung einer Voruntersuchung angeordnet“, schreibt die Justiz am Montag. Die Anzeige sei als „ausreichend detailliert“ eingestuft worden. Das habe den Anlass zu den Ermittlungen, zu Durchsuchungen und zu Vernehmungen und Befragungen durch Beamte der Kriminalpolizei gegeben. Zeitweise waren 16 Ermittler der Kriminalpolizei mit dem Fall beschäftigt.

„Auch wenn bestimmte Verhaltensweisen aus berufsethischer oder ethischer Sicht fragwürdig erscheinen mögen, konnte die Untersuchung jedoch keine Straftaten, insbesondere keinen sexuellen Missbrauch, wie ursprünglich in der Anzeige beschrieben, nachweisen“, schreibt die Staatsanwaltschaft am Montag. Das Bildungsministerium reagierte am Montagnachmittag. Eine Sprecherin schreibt in einer Pressemitteilung: „Das Ministerium stützt sich auf die Ergebnisse der gerichtlichen Untersuchung und beabsichtigt nicht, Disziplinarverfahren gegen die Betroffenen einzuleiten.“ (sen)

HeWhoCannotBeNamed
6. Oktober 2025 - 21.50

Die von den Schülern beschriebenen Handlungen lassen an Initiationsriten denken, die in Frankreich "bizutage" genannt werden (engl. "hazing"). Nur dumm, dass Eltern, Schuldirektion und auch die Ermittler scheinbar nichts davon wissen...

Reinertz Barriera Manfred
6. Oktober 2025 - 15.11

Fazit: "much ado about nothing" frei nach Shakespeare..,