Fußball, Tanzen oder doch lieber Fechten? Wer neben seinem Studium an der Uni.lu seinen Kopf frei kriegen möchte, hat die Wahl zwischen einer ganzen Palette an mehr oder weniger bekannten Sportarten.

Das Sportangebot, das die Uni.lu seit ihrem Umzug nach Esch aufzuweisen hat, könnte vielfältiger kaum sein. Von montags bis samstags, sowohl während der Mittagszeit als auch in den Abendstunden, haben Studenten und Mitarbeiter der Universität die Möglichkeit, sich richtig auszupowern und den akademischen Alltag somit vorübergehend zu vergessen. Neben eher traditionellen Sportarten in Luxemburg, wie etwa Fußball, Tischtennis oder den bekannten Fitnessangeboten (Taibo, Yoga, Body Pump oder auch Pilates), haben es auch Sportarten wie Bouldern (eine Variante des Sportkletterns) oder Cricket in das Sportprogramm geschafft.

„Zu einem großen Teil kommen die Vorschläge von den Studenten selbst. So war es auch im Fall Cricket, wofür es eine starke Nachfrage bei einer großen Anzahl der Studentenschaft gab. Zudem werden wir auch öfters von Sportvereinen kontaktiert, die daran interessiert sind, unsere Studenten zu empfangen. Wenn deren Angebot ergänzend zu unserem ist und wir feststellen, dass es ein internes Interesse gibt, gibt es Möglichkeiten, dieses dann auch noch auszubauen“, erklärt Eric Gary, Leiter des Studentensekretariats der Uni.lu.

Hohe Anzahl ausländischer Studenten

Grund für die Aufnahme von Sportarten, die für Luxemburg doch eher ungewöhnlich sind, dürfte auch die hohe Anzahl an ausländischen Studierenden sein, die an der Uni.lu eingeschrieben sind und teilweise eine ganz andere Sportkultur haben. Cricket erfreut sich somit vor allem in den Ländern des Commonwealth einer sehr großen Beliebtheit. Mit dem Umzug nach Belval fand auch eine Neuausrichtung des Sportprogramms statt: „Wir waren gezwungen unser Angebot zu überdenken. Wir haben es zudem konsequent in den Süden des Landes verlagert, damit die Orte, an denen die Universitätskurse stattfinden, und die von unserem Sportprogramm auch näher zusammenrücken.“

Dennoch geht der Mangel an Sportinfrastrukturen in Esch, mit dem sich auch die Mehrheit der lokalen Sportvereine tagtäglich auseinandersetzen muss, ebenfalls nicht an den Verantwortlichen des Sportangebots der Universität vorbei. Einige Angebote finden so dann auch noch in Walferdingen (Klettern), Luxemburg-Stadt (Bouldern, verschiedene Teamsportarten) und Schifflingen (Tischtennis) statt: „Zurzeit ist die Infrastruktur tatsächlich eine unserer größten Herausforderungen. Unsere Zusammenarbeit mit dem ‘Service des sports’ der Stadt Esch sowie auch den lokalen Vereinen hilft uns allerdings dabei, einen Teil dieser Problematik zu lösen. Zudem verfügen wir für einige Aktivitäten auch noch über einen Saal an der Universität auf Belval“, bestätigt Gary. Auf dem Gelände in Belval werden übrigens die Fitness- und Tanzkurse angeboten, für die auch kein besonderes Material benötigt wird. Auf dem Trainingsgelände der Jeunesse Esch dürfen unterdessen die Fußballer ihr Können unter Beweis stellen. Der Saal des „Cercle Escrime Sud“ steht derweil den Fechtern zur Verfügung.

Bis zu 800 Studenten

Das Programm kommt bei den Studenten der Universität jedenfalls immer besser an. Im abgelaufenen akademischen Jahr nahmen rund 800 Studenten das vielfältige Sportangebot in Anspruch, das für sie auch kostenlos ist. Laut Gary steigt die Zahl von Jahr zu Jahr kontinuierlich an. Als weiteres Extra darf in den Monaten, während denen auch der Sportkalender der Universität Luxemburg Gültigkeit hat, das Aquasud in Differdingen kostenlos genutzt werden.

Stets der Nachfrage der Studenten entgegenkommen, damit für jeden auch das Richtige dabei ist, ist für Eric Gary das A und O, und somit wird das Sportprogramm jedes Jahr neu erstellt und gegebenenfalls ergänzt: „Es ist wichtig, dass jeden Studenten auch mindestens eine Aktivität, die wir anbieten, anspricht. Neben dem sportlichen Aspekt ermöglicht eine Teilnahme an einem dieser Kurse zudem, andere Leute der universitären Gemeinschaft kennenzulernen und auch neben den Vorlesungen und Kursen Freundschaften zu knüpfen und gleichzeitig auch aktiver am Campusleben teilzunehmen.“

Und so darf man gespannt sein, welche für Luxemburg doch eher außergewöhnlichen Sportarten es in den nächsten Jahren ins Angebot der Uni.lu schaffen werden.

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