Enttäuschung war am Samstag vor allem bei den Franzosen zu spüren. Die Gastgeber konnten sich nicht über einen französischen Sieg am Nationalfeiertag freuen. Nach der Etappe am Freitag konnte Dylan Groenewegen die 8. Etappe der Tour de France wieder für sich entscheiden. Bob Jungels zieht im Gesamtklassement an Alaphilippe vorbei.  

Von Pascal Gillen

“Habt ihr Storys für heute? Es gibt gar nichts zu sagen”, rief Philippe Gilbert am Freitag während des Rennens in eine Kamera. Ähnlich ging es am französischen Nationalfeiertag zu, bevor es 15 Kilometer vor dem Ziel dennoch hektisch wurde. Von Dreux führte die Etappe nach Amiens. Beim 24. Kilometer fand sich die “Echappée  du Jour”, mit dem Franzosen Fabien Grellier und den Niederländern Laurens ten Dam und Marco Minnaard.

Aus dem Trio wurde aber nach etwa 20 Kilometern gemeinsamer Fahrt schnell wieder ein Duo, da sich ten Dam zurück ins Peloton fielen ließ. Etwa fünf Minuten arbeiteten sich die beiden Fahrer heraus, bevor der Vorsprung langsam, aber sicher schmolz. 17 Kilometer vor dem Ziel stürzten dann mehrere Fahrer im hinteren Teil des Pelotons. Unter anderem erwischte es den Sieger von Donnerstag, Daniel Martin, und Quick-Step-Floors-Fahrer Julian Alaphilippe. Beide kamen mit 1:16″ Rückstand ins Ziel, was auch bedeutet, dass Bob Jungels an seinem Teamkollegen im Gesamtklassement vorbeizieht.

Mit 22 Sekunden Rückstand auf Greg van Avermaet befindet sich der Luxemburger nun auf Platz fünf der Gesamtwertung. Jungels ist nach eigener Aussage froh, die erste Woche ohne Sturz überstanden zu haben. “Die flachen Etappen sind immer sehr gefährlich. Es gab viele Stürze, es war immer sehr hektisch.” Als 36. kam der 25-Jährige in Amiens im Ziel an. Am Sonntag bekommt Jungels die Chance, seine Stärken auf dem Kopfsteinpflaster auszuspielen, bevor es in die Alpen geht.

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