Im vergangenen Jahr hatte Pit Leyder mit Platz drei in der Gesamtwertung überrascht. Dadurch lag die Messlatte für die einheimischen Spitzenfahrer bei der diesjährigen Skoda Tour de Luxembourg natürlich sehr hoch. Bestklassierter der 15 gestarteten Luxemburger war diesmal erneut Pit Leyder (Leopard) als 12. (auf 1:20), knapp vor Kevin Geniets (Team Lëtzeburg). Tom Wirtgen (Wallonie-Bruxelles) wurde 32 (auf 3:06).

Von Mario Nothum

“Auf dem ‘Häerebierg’ habe ich viel Zeit verloren und bin dadurch in der Gesamtwertung zurückgefallen. Heute habe ich Anstrengungen des Vortages gespürt. Die ganze Etappe war sehr anstrengend. Im letzten Anstieg haben mir die Beine etwas gefehlt”, hat Kevin Geniets gleich nach seiner Zieleinfahrt am Sonntag (9.6.) zu verstehen gegeben.

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Der Kapitän der Nationalmannschaft wollte seine ausgezeichneten Resultate der letzten Wochen, im Trikot von Groupama-FDJ, bei seiner erstmaligen Teilnahme an der Landesrundfahrt bestätigen. Ein Ausrufezeichen setzte er dann auch beim Prolog, wo er auf dem ausgezeichneten achten Platz landete. Der 22-Jährige lag in der Zwischenwertung, vor der Königsetappe, auf Position neun. Die beiden letzten Etappen sollten dann jedoch nicht ganz nach seiner Vorstellung verlaufen.

Geniets keinesfalls enttäuscht

Enttäuscht war der großgewachsene Athlet, der in der Endabrechnung Rang 15 auf 1:34 belegte, und der damit fünftbester Nachwuchsfahrer wurde, jedoch keineswegs: “Die Tatsache, dass ich so weit nach vorne gekommen bin, zeigt, dass die vorherigen Resultate zuvor kein Zufall sind. Ich war vielleicht die beiden letzten Tage nicht so gut drauf wie am Wochenende zuvor, wo ich in Frankreich zweimal in die Top-10 kam, dennoch bin ich ganz zufrieden. Am kommenden Samstag bin ich am Start der Tour de Suisse. Mal sehen wie es dort laufen wird”, sagt Geniets, der nach der Landesmeisterschaft eine wohlverdiente Pause einlegen wird.

Gilles Kirsch auf Königsetappe auf sich alleine gestellt

Seine Mitstreiter hatten im Profifeld verständlicherweise einen schweren Stand, wie Gilles Kirsch (Foto) als einer der jüngsten erklärte: “Seit Jahren bin ich als Zuschauer dabei und wollte unbedingt einmal mitfahren. Jetzt bekam ich die Gelegenheit und habe es genossen, dabei zu sein. Auf den beiden ersten Etappen konnte ich noch weitestgehend im Peloton mitfahren. Auf der Königsetappe war ich ab Kilometer 120 auf mich alleine gestellt, was bei dem Wind und dem Regen nicht einfach war. Ich war froh, noch im Zeitlimit angekommen zu sein. Heute wurde ich früh aus dem Rennen genommen. Der Tank war einfach leer!” Der kämpferische 18-Jährige wird als nächstes, ebenso wie Pit Leyder, bei der Drei-Länder-Meisterschaft Espoirs in der Schweiz fahren.

Starkes Finale für Leyder

Der Vorjahresdritte war sich bewusst, dass es für ihn sehr schwierig werden würde, um ähnlich gut abzuschneiden. Pit Leyder, der am Vortag etwas Zeit eingebüßt hatte, ließ sein Können im Finale auf dem “Pabeierbieg” aufblitzen und erreichte Platz drei, hinter Jesus Herrada, dem diesjährigen Toursieger und Maurits Lammertink (Roompot), dem Gewinner des Jahres 2016. “Am Samstag hatten wir im Finale mit Szymon Rekita einen aus unserem Team vorne mit dabei. Deswegen konnte ich natürlich nicht nachsetzen. Weil ich vor der letzten Etappe in der Gesamtwertung etwas zurücklag, wollte ich zum Schluss noch einmal ein gutes Ergebnis erzielen. Heute (am Sonntag) spürte ich mich dann im letzten Anstieg auch sehr gut. Mit dem dritten Platz kann ich ganz zufrieden sein. Für mich war es eine gute Woche, bei der es für mich von Tag zu Tag  besser lief. Wir sind mit einem starken Team angetreten und können am Ende auch auf das Mannschaftsergebnis stolz sein”, sagt der 22-Jährige, der auf die lautstarke Unterstützung seiner “Fangemeinde” zählen konnte.

Mannschaft schafft Platz 4

In der Mannschaftswertung wurde Leopard Pro Cycling auf der letzten Etappe von der belgischen Formation Sport Vlaanderen noch von Position drei verdrängt. Bester “Leoparde” war am Ende der Pole Szymon Rekita, der Platz fünf belegte, nur 44 Sekunden hinter Herrada.

Nicht so gut lief es für das zweite luxemburgische Kontinentalteam Differdingen-GeBa, das sich mit Rang 16 abfinden musste. Stärkster Fahrer war Tom Thill als 49. auf 7:20.

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