Todesstrafe

03. August 2012 19:40; Akt: 03.08.2012 19:49 Print

Mörder wird in Japan gehängt - Protest in USAMörder wird in Japan gehängt - Protest in USA

Die USA gehören mit Japan zu den wenigen Demokratien, die noch immer die Todesstrafe verhängen. In Japan starben am Freitag zwei verurteilte Mörder durch den Strang. In den USA soll demnächst ein minderbemittelter Mann hingerichtet werden.

  • Artikel per Mail weiterempfehlen

Menschenrechtler in den USA haben gegen die geplante Hinrichtung eines geistig zurückgebliebenen Mannes in Texas protestiert. Der wegen Mordes Verurteilte Marvin Wilson solle am 7. August durch die Giftspritze sterben, obwohl er mit einem Intelligenzquotienten von 61 eindeutig als minderbemittelt gelte, teilte die Organisation Amnesty International am Freitag mit.

In Japan starben zwei verurteilte Mörder durch den Strang. Die beiden Männer im Alter von 31 und 40 Jahren seien in der Hauptstadt Tokio und in Osaka gehängt worden, meldete die Nachrichtenagentur Jiji Press. Ende März waren bereits Todesurteile gegen drei Mörder vollstreckt worden, nachdem Japan 2011 auf Exekutionen verzichtet hatte. Japan gehört mit den USA zu den wenigen Demokratien, die noch immer die Todesstrafe verhängen.

"Hinrichtung war erforderlich"

Der hingerichtete 31-Jährige war zum Tode verurteilt worden, weil er 2007 zwei Verwandte getötet und ihr Geld gestohlen hatte. Der 40-Jährige hatte 2002 ein 19 Jahre altes Mädchen entführt, vergewaltigt und anschließend verbrannt. "Wir müssen vernünftige Entscheidungen treffen. Aber wenn wir zu dem Entschluss kommen, dass ein bestimmter Fall eine Hinrichtung zwangsläufig erfordert, dann sollten wir unserer Ansicht nach nicht zögern", zitierte die Nachrichtenagentur Kyodo Justizminister Makoto Taki.

Amnesty International Japan kritisierte die Regierung in Tokio für ihr "rigides Festhalten an Exekutionen" und forderte eine Änderung der Landesgesetze. Die Todesstrafe widerspreche internationalen Normen zum Schutz der Menschenrechte.

In den USA hatte in den vergangenen Wochen bereits ein Fall in Georgia für Empörung gesorgt. Hier sollte der verurteilte Mörder Warren Hill durch die Todesspritze sterben, obwohl er laut mehreren Gutachten einen Intelligenzquotienten von lediglich knapp 70 besitzt. Die Exekution war kurzfristig vom obersten Gericht des Staates gestoppt worden. Der 52-Jährige hatte Einspruch gegen die Injektion nur eines einzigen Giftes erhoben. Die Gefängnisbehörden hatten erst kürzlich entschieden, dass nicht mehr eine Mischung aus drei Giftstoffen verwendet werde.

(dpa/Tageblatt.lu)

  • Gust Wester am 04.08.2012 07:45 Report Diesen Beitrag melden

    Eliteuniversitäten und Recht

    Schlimmer noch ist die Tatsache, dass es in den USA einige Menschen gegeben hat, welche über Jahrzehnte unschuldig im Gefängnis saßen, und einige sogar getötet wurden, für ein Verbrechen das sie nicht begangen hatten. Bildet man auf der Eliteuniversität Harvard solche gewissenlosen Monster aus, welche trotz Zweifel jemanden zum Tode verurteilen können. Unser Minister Frieden studierte dort Recht. Bedenklich wenn er eines Tages Premier wird.

  • DixIt am 03.08.2012 23:09 Report Diesen Beitrag melden

    USA, Umstellung Gift

    Hintergrund: der vorher verwendete 3-fach Giftcocktail (Narkosemittel, Lähmungsmittel, Kaliumchlorid) kann nicht mehr verwendet werden, weil das Zeugs teilweise aus der EU importiert wurde und sich die Firmen zuletzt geweigert haben, dies weiterhin zu tun. Nachdem nun die Haltbarkeitsfrist der Restmengen abgelaufen, und keine US-Produzenten verfügbar waren, wird nun einfach eine Überdosis des Betäubungsmittles Pentobarbital gespritzt; genauso wie der Tierarzt das z.B. bei Hunden macht....

  • Bob S. am 03.08.2012 20:14 Report Diesen Beitrag melden

    Dutroux

    Iwwerdeems soll an der Belsch d'Komplizin vun engem Kannerschänner a Mäerder fräigelooss ginn, nodeems se knapp iwwert d'Halschent vun hirer Strof ofgesat huet. Freet sech lo just wat da lo méi gerecht ass...