Das Unternehmen wurde am 1. September 1996 in Wiesbaden gegründet. Im brandenburgischen Brand errichtete die Firma die größte stützenfreie Halle der Welt. Das ambitiöse „Leichter-als-Luft-Projekt“ sah unter anderem vor, das weltgrößte Lastenluftschiff für bis zu 160 Tonnen Fracht zu bauen. Im Mai 2000 ging das Unternehmen an die Börse. Im März 2002 meldete man den Verkauf des ersten Schwerlastballons. 2002 wurde ein Vertrag mit Boeing geschlossen. Im selben Jahr meldete die Firma jedoch Insolvenz an. Als Grund wurden vor allem administrative Verzögerungen und Geldmangel angegeben. 500 Mitarbeiter verloren ihren Arbeitsplatz. Im Juni 2003 wurden die Produktionshalle und das 500 Hektar große Firmenareal an einen malaysischen Konzern verkauft, der dort ein „künstliches Tropenparadies“ mit angeschlossenem Hotelbetrieb aufbaute.

2005 wurde aber eine Nachfolgegesellschaft mit dem Namen „CL CargoLifter GmbH & Co. KGaA“ gegründet. In 2008 übernahm die neu gegründete CL CargoLifter GmbH & Co. KG a.A. gemeinsam mit der LTA Technologie AG (Wiesbaden) und dem Verein Initiative Zukunft in Brand e.V. die Göltzschtal Touristik GmbH, die bis 2007 den Vogtlandballon, einen Aussichtsballon für Touristen an der Göltzschtalbrücke – der weltgrößten Ziegelsteineisenbahnbrücke – betrieben hatte. Das neue Unternehmen kündigte an, wie schon die Vorgängerfirma, Ballonkransysteme entwickeln zu wollen.
Laut einem Artikel der „Financial Times Deutschland“ soll in Luxemburg die Firma „Cargolifter Operations S.A“ ins Leben gerufen worden sein. Die bietet Ballon-Kransysteme an. Luxemburg sei Sitz der Betreiberfirma und nicht Deutschland. „Weil das Land auf uns zugekommen ist. Dort ist man an Innovationen interessiert“, wird der 59-jährige ehemalige Chef von Cargolifter AG, Carl-Heinrich von Gablenz in der „Financial Times“ zitiert.

Technik mit Zukunft

Die Vorteile eines Ballon-Kransystems seien enorm. Es sei unter anderem vielseitiger und platzsparender als herkömmliche Kräne. Der Ballon könne über Winden und Seile ruhig in der Luft schweben. Man könne mit größeren Ballons Lasten von bis zu 20 Tonnen heben. Das System sei patentiert – und sei nicht sehr windanfällig. Der Ballon-Kran habe die gleichen Wind-Einschränkungen wie ein Standardkran, heißt es von den Entwicklern.

Von Gablenz spricht von zunächst etwa 1,5 Mio. Euro Investitionen für den Aufbau des Ballonkransystems. In diesem Zusammenhang sei eine Beteiligung des luxemburgischen Staates, via Fördermittel durchaus denkbar. Des Weiteren kündigte der Firmenchef in der „Financial Times“ eine Partnerschaft mit einem strategischen Partner aus der Kranindustrie an.

Ballonkräne werden zurzeit schon in den USA viel benutzt, jedoch vor allem im militärischen Bereich.

Tageblatt.lu