Ein offenes Gespräch, so bezeichnete Ausschusspräsident Alex Bodry (LSAP) das Treffen des parlamentarischen Untersuchungsausschusses mit dem ehemaligen Geheimdienstler Roger Mandé am Freitag. Mandé war bis zu seinem Wechsel in den SREL Chauffeur von Premierminister Jean-Claude Juncker. Nach dem Wechsel an der Spitze des SREL im Jahr 2010 schied Mandé aus dem Geheimdienst aus.

Wegen seiner Nähe zum Premier wurde im SREL vermutet, Mandé sei von Juncker in den Geheimdienst versetzt worden, um seinem Ex-Chef über Interna zu berichten. Mandé bestätigte am Freitag die Aussage von Juncker vor dem Untersuchungsausschuss, dass er keinesfalls als Junckers Mann in den SREL eingeschleust worden sei.

Details über das Gespräch im U-Ausschuss wollte Bodry am Freitag nicht sagen. Die Aussagen Mandé hätten jedoch dazu beigetragen, die bevorstehenden Treffen mit Ex-SREL-Chef Marco Mille und Ex-Geheimdienstler Frank Schneider vorzubereiten. Auch habe Mandé Einzelheiten zu einzelnen SREL-Operationen genannt.

Nächster Gast des Parlamentarier am nächsten Freitag ist Marco Mille.

lmo/Tageblatt.lu