Einst schuf der Musiker, Künstler und Poet John Cage (1912-1992) das Werk “A House Full of Music”. Dieses Konzept haben Schüler des “Lycée classique de Diekirch” vor kurzem übernommen und ausgeweitet – auf das gesprochene Wort und die Künste allgemein.

“In der Musik sollte es uns genügen, unsere Ohren zu öffnen”, sagte Cage. “Musikalisch gesehen kann alles in unser Ohr eindringen, das für alle Töne offen ist. Nicht nur die Musik, die wir schön finden, sondern auch die Musik, die das Leben selbst ist. Durch die Musik bekommt das Leben eine größere Bedeutung.”

200 Schüler und Lehrer

Dieses Konzept befolgten die rund 20 Ensembles, die sich aus 200 Schülern und Lehrkräften zusammensetzten und an diesem Abend, quer durch das gesamte Schulgebäude verteilt, ihr musikalisches Können zum Besten gaben.
Das Lyzeum wurde zu einer großen Bühne umfunktioniert: Im Rahmen einer “Schnitzeljagd” bewegten sich die Besucher, unter denen sich auch viele ehemalige Schüler befanden, frei durch das Gebäude, um hier und da den unterschiedlichsten Klängen zu lauschen.
Von Pop über Jazz und Techno bis hin zu orchestralen Aufführungen waren alle Genres vertreten. Gehuldigt wurde neben der Musik auch dem gesprochenen Wort, mit Textbeiträgen in unterschiedlichen Sprachen.

Die letzte Station des Abends war die Aula des Lyzeums, wo der krönende Abschluss des zweistündigen Happenings stattfand.

In Diekirch wurde somit wieder der Beweis erbracht, dass Schule mehr kann und mehr können muss als die reine Vermittlung von Wissen. Sie soll ein Ort der Kultur sein, der Horizonte erweitern und neugierig auf das Leben machen soll.

Von Olivier Halmes

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