Seit ein paar Monaten ist es in Luxemburg möglich, in speziellen Geschäften „legales Marihuana“ zu erwerben. Hierbei handelt es sich um CBD. Diese Substanz gilt als nicht-psychoaktives Cannabinoid, das heißt, es hat keine Wirkung auf das zentrale Nervensystem und die Wahrnehmung wird nicht verändert. Es tritt kein Rausch auf. Im Gegensatz zu dem immer noch illegalen Straßengras fehlt bei CBD das Tetrahydrocannabinol (THC) fast vollständig.

Auf den ersten Blick ist die legale optisch kaum von der illegalen Variante zu unterscheiden. Auch der Geruch ist fast identisch. Diese Umstände werden die Arbeit der Polizei auf keinen Fall erleichtern. Im Gegenteil. CBD-Konsumenten können ihren Tabakzusatz ungestraft vor einer Autofahrt rauchen oder das gekaufte Gras in einem Behälter mit der Aufschrift des Hanfladens mit sich führen. Im Zweifelsfall müsste die Polizei jede Art von Gras beschlagnahmen.

Was dann folgt, sind lange und kostspielige Tests, um zu beweisen, dass es sich um CBD gehandelt hat. Bis dahin wird die Unschuldsvermutung außer Kraft gesetzt und es wird pauschal wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz ermittelt. Um einen Ausweg aus dieser verzwickten Lage zu finden, dürfte der nächste logische Schritt nach vorne nur die Legalisierung aller Marihuana-Sorten sein.

11 Kommentare

  1. ist auch längst überfällig die Legalisation.
    Das Verbot war seit jeher einfach nur Müll ohne wirklichen Gründe.. ausser dass die Prohibtion von Alkohol zu Ende ging, und Lobbyisten gute Arbeit gegen Hanf geführt haben…

    • Dir kënnt et jo och iessen, dir MUSST et net fëmmen, dat ass just gemaach gi wëll et praktesch.bëlleg a séier ass.
      An den USA geet ee mam Akafsweenchen laanscht déi iessbar Varianten, déi sinn onendlech. Vu Schockela, Kamellen iwwer Rigelen, Kichelcher Kuch a watweessech gëtt et do alles.

      • Ech weess… mee verschidde Leit mengen elo schon, et misst een all Kichelcher verbidden, well do meeschtens och dat berüchtegt Geft “Zocker” drann ass. Et gett vill éischter eppes verbuede, wéi datt eppes erlabt gett, wat virdru verbuede war. A souwisou, wanns de heiansdo eng dämps, dann daerfs de guer net méi mamm Auto fueren, well et nach wochelang am Blutt nozeweisen ass. A wanns de virun 3 Wochen e Kichelche giess hues, an du gess haut erwescht, da bass de den Ticket lass, obschons guer keng Wirkung méi do ass. Idiotesch, gell?

        • Ech fuere scho 45 Joer mam Auto all Dag a war nach ni an enger Kontroll. Déi maachen se anscheinend just matten an der Nuecht.

          Si solle mol Kontrollen an de Spëtzestonne maachen, wann all Mënsch ënnerwee ass.

          • @Christiane: Da passt alt gudd op, well statistesch gesinn sidd dir scho lang am minus. An et gett och Kontrollen am hellen Dag, z.b. op der N7, zu Housen, mat Honn.

  2. Wäre gut wenn Luxemburg einen Vorstoß wagt.
    Vielleicht geschieht dann auch endlich was hier in Deutschland.
    Lächerlich die Drogenverbote. Als würde Prohibition mehr helfen als sie schadet.

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