Das Hochhaus am Escher Prinzenring ist endgültig vom Tisch. Der Bauherr begrub sein Projekt gestern mit großen Worten in einer Pressemitteilung.

An diesem Schritt dürften die Strippenzieher der Escher Dreierkoalition nicht ganz unbeteiligt gewesen sein, denn mit ziemlicher Sicherheit wäre es im heutigen Gemeinderat zur öffentlichen Zerreißprobe für Schwarz-Grün-Blau gekommen, wäre das Hochhausprojekt auf der Tagesordnung geblieben. Schließlich waren sich weder die Koalition noch die CSV in der Sache einig. So wurde aus Angst vor dem großen Eklat in letzter Minute die Reißleine gezogen.

Dass das Projekt von Anfang an zur Provinzposse taugte, dafür konnte der Bauherr noch am wenigsten. Für die erste Informationsveranstaltung wurden die Einladungen nicht richtig verschickt, sodass eine ganze Reihe von Anwohnern erst aus der Presse vom geplanten Hochhaus erfuhr. Ihr Widerstand brachte den damaligen Gemeinderat dazu, ein alternatives Projekt voranzutreiben und einstimmig zu verabschieden.

Wie aus heiterem Himmel tauchte das ursprüngliche Hochhausprojekt unter der neuen Koalition wieder auf. Klammheimlich, ohne die Bevölkerung richtig zu informieren. Ein abermaliges Kommunikationsfiasko der Escher Gemeinde, mit ähnlich verheerender Wirkung wie bei der unsäglichen Abholzaktion im Viertel Wobrécken einige Wochen später. Da braucht man sich dann auch nicht zu wundern, wenn die Bürger sich hintergangen fühlen und Sturm laufen.

4 Kommentare

  1. Just fir puer Saachen klor ze stellen
    – D’Cellule d’évaluation (Inneministère) huet de Projet mat dem Tuerm och negatif aviseiert. An do setzen Urbanisten an Architectes bei deenen een net vu Nimby ka schwäten well se e “neutralen” Avis ginn.
    – Fir all di soen et misst mei heich gebaut ginn : den approuveierte PAP gesäit 1 Gebai mat 7 (!) Stäck viir. Ech denken datt dat awer ok ass vun der Heicht. De “normale” gabarit an Wunnquartiers ass op 2, resp. 3 Niveaux pleins limiteiert.
    – an desem konkrete Fall hàtt d’Variante mam Tuerm net mei Logementer oder m2 bruecht well di 2 PAP similaire op deem Punkt sen. Alos hätt d’Heich bauen näischt mei bruecht wei just e Landmark.
    – Et ass keen urbanistesche Grond ginn for do e Landmark hinzesetzen. Den approuveierte PAP passt sech vill mei harmonesch an de Quartier an.
    – Här jc Kemp : hei geet et net em eng Baugenehmegung mä em e PAP – an di sen zum Deel “Zentral vergeben” well se all duerch d’Cellule d’évaluation ginn.

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