An vier Tagen im Juni 2018 haben das „Laboratoire national de santé“ (LNS) und das „Luxembourg Institute of Science and Technology“ (LIST) rund 40 Gewässerproben aus der Chiers in der Nähe der Petinger Kläranlage genommen und nach Rückständen von Drogen analysiert. Gesucht wurde nach Kokain, Amphetaminen, Methamphetaminen und MDMA. Nicht überprüft wurden Heroin- oder Cannabisrückstände, da diese nach einiger Zeit fast vollständig aus dem menschlichen Körper verschwinden.

In allen vier Kategorien wurden die Forscher fündig. Die zum ersten Mal in Luxemburg in Auftrag gegebenen Analysen wurden ebenfalls in 73 verschiedenen Städten in 20 europäischen Ländern durchgeführt und können somit verglichen werden.
Besonders beliebt bei den Drogenkonsumenten ist Kokain. Das zeigen auch die Ergebnisse der Proben. Mit 541 Milligramm pro Tag je 1.000 Einwohner liegt die Gegend rund um Petingen weit vorne im europäischen Vergleich.

Für eine Überraschung sorgte der Fund von Methamphetamin oder Crystal Meth (1,3 Milligramm pro Tag je 1.000 Einwohner) bei den Fachleuten. Beweise, dass die Droge – die in privaten Haushalten gekocht werden kann und durch die Fernsehserie „Breaking Bad“ eine gewisse Bekanntheit erlangte – auch in Luxemburg konsumiert wird, gab es bislang keine. Jetzt herrscht Gewissheit, dass Luxemburg keine Insel ist und auch die letzte Droge irgendwann den Weg ins Großherzogtum finden wird. Noch ist die Zahl der Konsumenten sehr gering. Dennoch sollten bei den zuständigen Behörden die Alarmglocken läuten und die Bevölkerung muss vor den Wirkungen, aber auch vor den Langzeitschäden dieser chemischen Droge gewarnt werden.

2 Kommentare

  1. Wie es wohl in der Alzette aussieht…sollte man mal vor Esch-Alzette und danach messen. Idem für Luxemburg Stadt…am besten Donnerstags oder Sonntags.

  2. Wou Räichtum ass gin Droge verkaaft. Dobäi kommen all di aner Gëfter déi t’Mënsche fläisseg zou sech huële fiir “fit”, “gesond” a “kompetitiv” ze bleiwen. All daat geet och an t’Toilette a vun do, geklärt oder ongeklärt, an t’Baach. Di aarem Fësch sin ze bedaueren, an t’Mënschen déi se iëssen och. Hei muss onbedingt eppes geschéien.

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