Das WWW, unendliche Weiten. Wir schreiben das Jahr 2019. Dies sind die Abenteuer des Raumschiffs Luxemburg, das mit seiner 600.000 Personen starken Besatzung 30 Jahre unterwegs ist, um … um was eigentlich erreicht zu haben?

Als der Luxemburger vor rund 30 Jahren seine ersten Schritte im Netz machte, konnte niemand absehen, was das für die Wirtschaft bedeuten könnte. Dieses Web war zunächst etwas für Computerexperten, die notwendige Netzinfrastruktur gab es im Großherzogtum noch nicht. Das sollte sich ändern, denn Geschäftsleute entdeckten das Web und machten eine revolutionäre Feststellung: Damit lässt sich Geld verdienen.

Es war eine Pionierzeit. Mehr als vier Freunde, viel Zeit und eine Menge Begeisterung für die neue Technik brauchte es nicht, um eine „Garagenfirma“ aus dem Boden zu stampfen.

Heute ist Luxemburg ein wichtiger Fintech-Standort, der Online-Riese Amazon hat seinen Europa-Sitz im Großherzogtum und Google will ein Datenzentrum in Bissen bauen. Klingt toll. Aber wo sind die „hauseigenen“ Internetpioniere? E-Commerce ist für viele Geschäftsleute eher Feindbild als Chance, in der Schule ist Informatik noch immer kein Pflichtfach und die Digitalisierung der Verwaltungen kommt nur schleppend voran.

Luxemburg ist kein „Silicon Valley“, sondern ein „Tax Valley“. Es ist der immer gleiche – aber erfolgreiche – Modus operandi, um große Firmen anzulocken, ob diese nun online ihr Geld verdienen oder mit Socken.

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