Angesichts der Brexit-Wirren in Großbritannien hat der luxemburgische Ministerpräsident Xavier Bettel ein weiteres Referendum in Großbritannien ins Spiel gebracht. “Ich würde ein zweites Referendum einem Austritt ohne Abkommen vorziehen”, sagte Bettel am Donnerstag beim EU-Gipfel in Brüssel.

Die Volksabstimmung zum EU-Austritt Großbritanniens von 2016 sei auf “Lügen” der Brexit-Befürworter aufgebaut gewesen, kritisierte er. Es könnte “vielleicht eine Lösung” sein, wenn die britischen Bürger “sich zum zweiten Mal zum Ausdruck bringen” könnten. Die pauschale Aussage, wonach man Europa problemlos verlassen und der Schritt für Großbritannien ein großer Gewinn und für den Rest der Welt ein Verlust sei, stimme nicht.

Änderungen an Brexit-Abkommen will Bettel nicht

Bettel wies den britischen Wunsch nach Änderungen an dem fertigen Brexit-Abkommen zurück. “Wir können doch nicht immer neu verhandeln”, sagte er. “Wir sollten aber Frau May unterstützen, damit sie eine Mehrheit in London bekommt.”

Im britischen Unterhaus ist keine Mehrheit für die gegenwärtige Fassung des Brexit-Abkommens absehbar. Die EU lehnt Nachverhandlungen ab, sucht aber nach Wegen, Premierministerin Theresa May entgegenzukommen. Ein zweites Brexit-Referendum wird in Großbritannien diskutiert, allerdings hat sich keine der großen Parteien diese Forderung bislang offiziell zu eigen gemacht.

 

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