Ohne die vielen freiwilligen Helfer wäre eine Sportveranstaltung dieses Formats vom organisatorischen Standpunkt her undenkbar. Christophe Tholl, selbst luxemburgischer Davis-Cup-Spieler, ist eine der helfenden Hände beim diesjährigen Fed Cup.

Aus sportlicher Sicht verläuft derzeit für Luxemburg alles nach Plan. Damit auch von der Organisation her das Ganze ohne Probleme vonstatten gehen kann, sind über hundert Freiwillige im Einsatz. Vom Catering bis hin zum Transport decken die ehrenamtlichen Mitarbeiter alles ab. Die Sicherheit stellt ebenfalls einen wichtigen Bereich dar. In dieser Abteilung arbeitet auch ein bekanntes Gesicht aus der luxemburgischen Tenniswelt. Der einheimische Davis-Cup-Spieler Christophe Tholl, der bisher fünfmal für die Nationalmannschaft nominiert wurde, gehört in den vier Turniertagen zum zehnköpfigen Team der Security dazu.

Für den 24-Jährigen war es eine Selbstverständlichkeit, in dem Bereich auszuhelfen, wo Not am Mann war. „Ich weiß, dass es meistens schwierig ist, Freiwillige zu finden. Als ich dann davon gehört habe, dass noch welche gesucht werden, habe ich mich beim Verband gemeldet. Ich habe nämlich derzeit ein wenig Freizeit und muss nicht zur Universität“, erklärt der Tennisspieler sein Engagement beim Fed Cup in Esch.

Sein Aufgabenbereich fällt vielseitig aus. Meistens wird er aber rund um den Center Court eingesetzt, weil er als Tennisspieler mit dem nationalen Tenniszentrum bestens vertraut ist. „Im Eingangsbereich muss ich z.B. darauf aufpassen, dass die Leute nicht in unerlaubte Bereiche vordringen, zu denen sie gar nicht befugt sind. Aus diesem Grund muss ich ihre Ausweise kontrollieren. In der Halle muss ich darauf achten, dass kein Zuschauer einfach so aufs Spielfeld läuft. Des Weiteren ist es meine Aufgabe, dass niemand die Spielerinnen während der Partie belästigt“, erklärt er seine Rolle.

So ergab es sich gestern, dass Tholl während der Spielpausen die luxemburgischen Spielerinnen im Auge behalten musste. „Es ist schon eine witzige Situation. Ich kenne sie nämlich alle persönlich. Wenn ich dann in ihre Richtung blicken muss, muss ich schon ein wenig schmunzeln. Aber es ist insgesamt eine tolle Atmosphäre“, so der Spieler der „Schéiss“.

Als Sportler ist es Tholl gewohnt, Emotionen zu zeigen. Das sollte er in seiner Rolle als Sicherheitsmann aber prinzipiell unterlassen. „Das fällt mir nicht unbedingt immer so leicht. Ich darf keineswegs parteiisch sein und darf deshalb auch nicht bei einem schönen Punkt applaudieren. Aber bisher kommen unsere Damen auch gut ohne meine Unterstützung aus“, schmunzelt er.

Dass Luxemburg als Tabellenerster die Gruppenphase überstehen wird, davon ist Tholl überzeugt. Danach wird es so oder so nicht einfach werden. „Im Play-off-Spiel werden gute Spielerinnen am Start sein. Hier kann dann wirklich alles passieren. Aber ich glaube an sie“, sagt er abschließend.

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