Die “Fondation Cécile Ginter” hat sich den Kampf um bezahlbaren Wohnraum auf die Fahne geschrieben. Nach Differdingen baut die Stiftung nun auch in Ettelbrück zwölf soziale Mietwohnungen. Im Beisein von Wohnungsbauminister Marc Hansen (DP) wurde am Donnerstag der symbolische Grundstein gelegt.

Im März des vergangenen Jahres begannen in der “Cité O” in Differdingen die Bauarbeiten an einem Gebäude, in dem neun Sozialwohnungen vorgesehen sind. Diese werden im Auftrag der “Fondation Cécile Ginter” durchgeführt, erläuterte Stiftungspräsidentin Bernadette Reuter-Wagner am Donnerstag. Genau wie das neue Projekt im Norden des Landes.

Sozialwohnungen in historischen Häusern

In Ettelbrück sollen die sozialen Mietwohnungen in mehreren historischen Häusern gebaut werden. Die historischen Fassaden der drei um das Jahr 1900 erbauten Häuser in der rue du Canal sollen erhalten bleiben. Das Projekt umfasst insgesamt 12 hochwertige Wohneinheiten, mit einer Fläche zwischen 60 und 105 Quadratmetern. Zwei davon werden den Bedürfnissen von Menschen mit eingeschränkter Mobilität angepasst. Die Gesamtkosten für das Bauvorhaben belaufen sich auf 5,6 Millionen Euro.

Wie Wohnungsbauminister Marc Hansen erklärte, unterstützt der luxemburgische Staat das Projekt in Ettelbrück mit 4,1 Millionen Euro. In seiner Rede verwies der Minister zudem auf die etlichen Maßnahmen, welche die Regierung unternommen habe, um bezahlbaren Mietwohnraum zu schaffen.
“Wir sind davon überzeugt, dass jede Person und jede Familie, einschließlich der Schwächsten und Ärmsten unter uns, das Recht auf eine menschenwürdige Unterkunft hat”, unterstrich François Jacobs, Vizepräsident der Stiftung. Die “Fondation Cécile Ginter” habe deshalb beschlossen, das Problem des Mangels an Sozialwohnungen in Luxemburg anzugehen. Daneben unterstützt die Stiftung Projekte gegen den Hunger, sowohl in Luxemburg – beispielsweise die Sozialläden der Caritas – als auch weltweit.

Wohnraum für Menschen in Not

“Die Wohnungen werden an Menschen in Not vermietet, zum Beispiel an Alleinerziehende, schlecht untergebrachte Menschen, Personen in einer prekären Situation oder Flüchtlinge”, erklärte sagte Philippe Streff, der Geschäftsführer der Stiftung. “Viele von ihnen sind isoliert. Wir hoffen, dass sie durch unsere Hilfe wieder in die Lage gebracht werden, soziale Bindungen zu knüpfen.”

Auch der Ettelbrücker Bürgermeister Jean-Paul Schaaf (CSV) würdigte die Arbeit der Stiftung und zählte die verschiedenen sozialen Projekte in Ettelbrück und der “Nordstad” auf.

Die wzöf Mietwohnungen in der Pattonstadt sollen bis Ende 2019 fertiggestellt sein. Als Architekt für das Bauvorhaben ist Marc Vandermeeren verantwortlich. Gebaut werden die Wohnungen von der Firma Sopi Concept.

Von Olivier Halmes

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