Nur wenn bis 2030 die Hälfte der aktuell ausgestoßenen Treibhausgase die Atmosphäre belasten, kann das Klimaziel von einer maximalen Steigerung von 1,5 Grad globaler Temperatur eingehalten werden. Die beiden Minister Carole Dieschbourg und Claude Turmes erläuterten am Mittwoch in groben Zügen, wie Luxemburg in diesem Kontext vorgehen will.

Klimaschutz sei angesichts der globalen Probleme, die durch die Erderwärmung entstehen, als Lebensversicherung zu sehen, so Umweltministerin Carole Dieschbourg. Luxemburg möchte – und hierüber herrscht laut Aussagen der Regierungsmitglieder ein parteiübergreifender politischer Konsens – alle Räder in Bewegung setzen, um die Vorgaben des Pariser Abkommens zu erfüllen.

Ein integrierter nationaler Energie- und Klimaplan für die Periode 2021 bis 2030 wurde zum Erreichen der Ziele ausgearbeitet und dieser ist recht ambitioniert. Die Maßnahmen begreifen sowohl Anstrengungen in Sachen Energieeffizienz als auch bei der Förderung von erneuerbaren Energien und der Reduzierung der Treibhausgase. Bis zum Ende des laufenden Jahres müssen die EU-Mitgliedstaaten im Übrigen die definitive Version ihres nationalen Planes der EU-Kommission vorlegen. Ein erstes Projekt lieferte Luxemburg bereits am 13. Februar an Brüssel.

Die nationalen Ziele

Die Luxemburger Regierung will demzufolge im Verhältnis zu 2005 die CO2-Emissionen um 50 bis 55 Prozent senken, möchte ein Rahmengesetz zum Klima umsetzen, will den Anteil erneuerbarer Energien beim Endverbrauch auf einen Prozentsatz von 23 bis 25 erhöhen (in Zusammenarbeit mit anderen Staaten sprich durch Zukauf von Überschusspotenzial etwa aus Estland und Litauen) und die energetische Effizienz auf 40 bis 44 Prozent steigern.

Großes Potenzial besteht in diesem Zusammenhang bei der Mobilität. Wie Claude Turmes erklärte, hat ein Dieselmotor eine energetische Effizienz, die unter 20 Prozent liegt; ein Elektroantrieb kommt locker auf eine Effizienz von rund 80 Prozent. Die Förderung von Elektromobilität, mit deren starker Subventionierung bereits vor dem diesjährigen Autofestival begonnen wurde, ist eine Antwort auf diese Herausforderung.

Die bisherigen Anstrengungen bei Niedrigenergiehäusern und bei der energetischen Sanierung sprich Renovierung von Altbauten sollen intensiviert werden. Sollten die belgischen Parlamentswahlen die Grünen in unserem Nachbarland in die Regierung bringen, so würden laut Turmes recht schnell Offshore-Windparks im Meer realisiert werden, an denen Luxemburg sich beteiligen könnte. Ähnliche Projekte gibt es auch mit den Niederlanden. Auch Geothermie im Süden des Landes ist ein Thema. An der Schraube des Tanktourismus soll gedreht werden. Dieser koste das Land laut Expertenanalyse 3,5 Milliarden Euro, bringe aber nur 2,1 Milliarden Einnahmen und belastet die Ökobilanz. Die Ziele, so die Minister abschließend, könnten nur unter Mithilfe der Bevölkerung erreicht werden, weshalb eine breite Informationskampagne neben weiteren Subsidien geplant ist.

20 Kommentare

  1. Der Tanktourismus “kostet” 3,5 Milliarden Euro? Wer kann mir das erklären?? Es muss nicht unbedingt ein “Experte” sein. Danke.
    E-Autos machen sicher Sinn in Luxemburg.Aber wer eine längere Reise antritt verbringt sicher längere Zeit seines Urlaubs an den Ladestellen,soweit diese nicht belegt sind.

    • Niemand wird euch das Reisen verbieten, aber ob ihr das noch bezahlen könnt ist fraglich. Nieman wird eine Mauer bauen hat mal jemand behauptet während die Pläne fertig waren. Diese Regierung baut die unsichtbare Mauer für Menschen die gerne unabhängig Reisen, weil nicht mehr zu bezahlen. Ja doch mit dem Fahrrad mit Hänger ist erlaubt, sogar bis nach Italien. Aber schön über den Gothard, im Tunnel ist Stau wegen liegengebliebener E Autos;—)))

  2. An ëmmer erëm datselwecht, MOBILITEIT. Nëmmen elektresch ass gudd ….. Wou kéime mer hin wa mer net
    déi léif, gudd, kompetent an allwëssend Gréng an der Regierung hätten.

  3. Die Armen werden noch ärmer, die Mittelschicht wird auch ärmer und die Ferrari Porsche usw. Fahrer werden freie Fahrt genissen. Danke Grün.

  4. Lieber Herr Turmes, ich habe jetzt fast 2000 € zusammengespart um mir meinen alten Diesel umrüsten zu lassen. Warte noch immer auf den Bescheid Ihrer Kollegin wo ich das denn hier im Lande umrüsten darf. Wenn es aber nicht möglich sein sollte die alte Karre zu “sanieren” möchte ich Sie bitten mir die restlichen Euros zukommen zu lassen, hätte so gerne einen E-Tron um einen Beitrag zur EKO Bilanz zu “leisten”. Danke im Voraus.

  5. Und wie bitte, Herr Turmes, wollen Sie dieses Vorhaben in die Praxis umsetzen und vor allem auf wessen Kosten?
    Weit weg vom Schuss, in Brüssel oder Strassburg, ist es leicht solche Utopien und Hirngespinste zu verzapfen. Für wie dumm und naiv hält man uns ?

  6. Wenn ich die Grafik schaue stelle ich fest, dass der “Strassentransport Einwohner und nicht Einwohner” den grössten Teil der Emissionen ausmacht. Wieso wird der Hebel denn nicht dort angesetzt? Haben die eine zu starke Lobby? Oder ist es zu kompliziert die Warenströme quer durch Europa einmal zu annalysieren? Da werden Güter sinnlos hin un her gekarrt um einigen Transportunternehmen satte Gewinne einzufahren. Lasst den Endverbraucher doch endlich mal in Ruhe und kümmert euch mal um die Grossverschmutzern. Wenn das bis geschehen ist lasse ich gerne mit mir reden. Aber bis dahin habe ich es einfach satt, dass ihr Politiker mir ein schlechtes Gewissen einreden wollt weil ich in den Urlaub fliege, Fleisch esse, nicht Fahrrad fahre oder meine 50 Kilo Gartenabfälle verbrenne.

    • Jo, wann mer den (Transport vun den Nicht-Einwohner = Transit ) kennten em d’Halschend reduzei’eren, braichten mer dem Bierger net all Daag een decken Kapp ze machen !

    • Die Waren werden auf der Autobahn spazierengefahren, genannt Logistik, um den Firmen teure Lagerhaltung vun Bauteilen zu ersparen. Auch braucht man keine Genehmingungen, um grössere Chemikalienmengen auf dem Industriegebiet zu lagern. Alles geschieht im öffentlichen Raum, der ja (fast) gratis ist. Die Transportabgaben sind sicher geringer als die Lagerhaltungskosten.

  7. CO2 gibt es erst seit der Mensch Fabrikschornsteine baut, der Strom kommt aus der Steckdose und Natur ist irgendwas mit rosa Einhörnern. Danke liebe Grüne.

  8. Déi heechst CO2 Emissiounen stamen nach ëmmer aus der “Fleesch- an Fësch Produktioun”: d’Zucht, d’gréng Flächen oder déi grouss Halen déi gebraucht ginn wou d’Déieren sech ophalen, d’Waasser wat gebraucht gëtt fir d’Déieren grouss ze zéien, déi grouss Waasserstréim déi mussen winnt den massegen Urinofstéiss gebotzt ginn, den Methan deen duer d’Verdauung entsteet, den internationalen Transport vum Fleesch, d’Ofholzen vun Bëscher fir hier Nahrung ze zichten (Mais, Soja, asw.), asw. -> DAT ass den 1sten Übeltäter, deen een misst ugoen. Den Transport, op deen esou vill gepocht gëtt, an wou vill Geld an Energie dranfléisst, ass den falschen Usatzpunkt.

    Als Erënnerung: Letzebuerg huet sain “World Overshoot day” virun ee puer Deeg schonn errescht. D.h., ab elo liewen mir zu Letzebuerg schonn op Credit, verbrauchen also méi Ressourcen wéi d’Aerd kann an engem Joer regeneréieren. An mir sinn erréischt Februar…

    => Den Schlëssel leit net doran, d’sellwëscht ze konsuméieren, mais just iwwerall matt engem gréngen Label drop -> den Schlëssel leit an enger Aennerung am Konsumverhalen. DO misst Geld an Energie dran investéiert ginn => wéi kann een dat erréeschen, ouni dass d’Lait d’Gevill hunn, eppes mussen opzeginn oder ze verléieren!

  9. Dass Herr Turmes von Tuten und Blasen keine Ahnung hat, beweist er mal wieder mit seiner Behauptung, ein Elektroauto hätte eine Energieeffizienz von 80%. Das ist Blödsinn, denn schon ein Kohlekraftwerk , wo der Strom für das Elektroauto produziert wird, hat nur eine Energieeffizienz von +- 35%. Von diesen 35% zieht man noch die Verluste im Stromnetz ab, danach gibt es Verluste im Ladegerät, und vom Strom, der in der Batterie ankommt, nutzt das Elektroauto 80% für die Bewegung. Von diesen 80% wird dann ein grosser Teil für die Fortbewegung der schweren Batterie verwendet, so dass das Dieselauto eine weit, weit bessere Energieeffizienz hat als ein Elektroauto.

    • Der Herr Turmes und die Müllerin haben sich aber so auf den Diesel eingeschossen das er weg muss, er muss einfach weg, basta. Und wenn er noch besser und sauberer wird, egal, Herr Turmes hat gesagt weg. Weg ist weg, verstanden!
      Alles op de Velo, so hiess früher mal eine Karnevalveranstaltung auf dem Feschmart. Der ganze Karneval muss auch weg. Das passt nicht zu den Spassverder. Auch wenn früher Karneval beim Turmes zu Dikkerich op der Gare war, oder hat der damals schon an dem Tag die Bude geschlossen.
      Wo bleibt der Tusch~ Tatatatatata Bumm;-)))))

  10. wenn die letzten tanksäulen verschwunden, die letzten strassen zugewachsen sind, werdet ihr sehen dass höhlen ein verdammt ungemütlicher platz zum leben sind. häuptling von zolwer. 🙂

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