Zwei Monate ist es mittlerweile her, dass am 2. Juli in der rue d’Audun das Restaurant “Showtime” und die Diskothek “Standing” samt umliegender Gebäude abgebrannt sind. Seitdem ist die Brandruine weitgehend unverändert. Wie genau es weitergehen soll, scheint niemand zu wissen. Dennoch, oder gerade deswegen, zeigen die Escher Solidarität mit all denen, deren Hab und Gut den Flammen zum Opfer gefallen ist.

Von unserem Korrespondenten Misch Pautsch

Während das “Scholesch Eck” nach sieben Jahren des Brandruinen-Daseins endlich abgerissen wurde, tut sich in diesem Fall wenig. Die einst von der Polizei mit blauen Plastikbändchen versiegelten Baustellengitter sind stellenweise zur Seite gerückt, das Gebäude jedem ohne Schwierigkeiten zugänglich.

Laut Alex Hoffmann, dem Verwalter eines der anliegenden Häuser, hat sich in den vergangenen zwei Monaten dennoch nicht viel getan. “Auf jeden Fall nichts, was man so von außen sehen würde. Je nachdem, wie der Wind weht, riecht es immer noch verbrannt. Die Anwohner des Hauses, um das ich mich kümmere, haben mittlerweile neue Fenster bekommen, nachdem die alten vom Feuer beschädigt wurden, aber mehr weiß ich auch nicht.”

Escher Zusammenhalt

40 Leute wurden während des Brandes von den über 140 Rettungskräften evakuiert und in umliegenden Hotels untergebracht. Es gab keine Verletzten, doch der materielle Schaden war beträchtlich. Die Gebäude sind bis auf die Grundmauern abgebrannt – weder bewohn- noch betretbar.

Der Escher Geschäftsverband Acaie hatte deshalb während der Escher Braderie eine Spendensammlung für die Betroffenen ins Leben gerufen, wie dessen Präsidentin Astrid Freis mitteilt: “Das kann man sich gar nicht vorstellen, nach Hause kommen und feststellen, dass alles, was man besitzt, plötzlich verbrannt ist. Und dann der emotionale Schaden … Die Leute haben weit mehr verloren als nur ihre Besitztümer. Wir wissen zwar, dass wir nur begrenzt helfen können, aber ich denke dennoch, dass die Symbolik der Geste eine wichtige ist: Wir Escher halten zusammen.”

11.000 Euro wurden von den Geschäften gesammelt, die an der Aktion teilgenommen haben. Wie genau diese unter den Opfern des Brandes verteilt werden, soll nun mit Bürgermeister Georges Mischo besprochen werden. Wie es mit dem Gelände weitergehen soll, ist und bleibt jedoch unklar. So wird Esch auch in absehbarer Zukunft über eine neuere, größere Brandruine verfügen. Wie lange diese stehen wird, bleibt abzuwarten.

1 Kommentar

  1. na wie üblich sieben Jahre, für das die Escher immer so großspurig sind ist der Erlös von € 11.000,– mehr als mickerig , die Mitglieder des Geschäftsverbandes hätten ja offiziell spenden können ( steuerlich absetzbar ) stattdessen geht man in der Öffentlichkeit sammeln und erntet die Lorbeeren ” wir haben gemacht “, erinnert irgendwie an die rk. Kirche Geld wie Dreck aber bei anderen sammeln gehen und dann sagen was sie alles für die Armen machen.
    Wenn der Herr Rene van Hill ( Besitzer vom Standing ) noch leben würde wäre das bestimmt anders gelaufen.

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