Alle fünf Sekunden stirbt ein Kind unter 15 Jahren. 6,3 Millionen Kinder waren es im vergangenen Jahr insgesamt. Das geht aus einem rezenten UN-Bericht hervor. Trotz dieser Zahlen sprechen die Vereinten Nationen von „bemerkenswerten Fortschritten“. Wie kann das sein? Die Antwort ist einfach: 1990 waren es noch 12,6 Millionen. Es ist der Weltgemeinschaft demnach gelungen, das Problem der Kindersterblichkeit zu verringern.
Die Überlebenschancen von Millionen von Kindern hängen allerdings immer noch davon ab, in welchem Land und unter welchen Umständen sie geboren werden.

Die Vereinten Nationen haben sich unter anderem deshalb 17 „Ziele für nachhaltige Entwicklung“ gesetzt. Im Rahmen dieser Ziele will die Weltgemeinschaft bis 2030 das Überleben von Neugeborenen und Kleinkindern weltweit sichern.

377 Millionen

Auch die Luxemburger Kooperationspolitik hat sich diesen Zielen verschrieben. Und wenn es nach Kooperationsminister Romain Schneider (LSAP) geht, befindet sich Luxemburg auf dem richtigen Weg. In den vergangenen fünf Jahren sei gute Arbeit geleistet worden. Mit einem Budget von etwas mehr als einem Prozent des Bruttonationaleinkommens gehört Luxemburg in relativen Zahlen zu den größten Geberländern in die Entwicklungshilfe. Allein im vergangenen Jahr seien etwa 377 Millionen Euro in Entwicklungsprojekte geflossen.

Um den Herausforderungen in Zukunft gerecht zu werden, stellte Schneider die Grundzüge einer überarbeiteten Strategie vor, die auf vier Säulen beruht. Der Fokus liegt dabei weiterhin auf der Bekämpfung der absoluten Armut. „Trotz der Anstrengungen der vergangenen Jahre leben aktuell immer noch rund 800 Millionen Menschen in absoluter Armut“, so Schneider.

Luxemburg konzentriert seine Entwicklungshilfe dabei gezielt auf einzelne Länder. Aktuell profitieren sieben Länder davon. Es handelt sich um Burkina Faso, Kap Verde, Mali, Niger und Senegal in Afrika, Nicaragua in Lateinamerika und Laos in Asien.

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