EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hat bei einer Medienkonferenz in Brüssel emotional reagiert. Er habe beim Urlaub in der Schweiz festgestellt, “dass wann immer ich Eidgenossen begegnete, die doch ein getrübtes Bild über die Tiefe meiner Persönlichkeit haben.”

Hintergrund: Achtmal habe er mit dem Schweizer Bundespräsidenten seit Amtsbeginn gesprochen und immer wieder darauf hingewiesen, dass man einen institutionellen Rahmenvertrag brauche, sagt er in einem Interview mit der Schweizer Tagesschau.

Der sei ihm mehrfach versprochen worden und nicht zustande gekommen. “Ich bleibe aber trotzdem ein Freund der Schweiz”, sagt Juncker. “Ich denke, dass die schweizerische Regierung und auch die schweizerische Presse ein Bild von mir entworfen hat, das in keinerlei Weise der Wirklichkeit entspricht.”

Am Nachmittag hatte Juncker gemäß SRF bei einer Pressekonferenz in Brüssel gesagt, das Rahmenabkommen mit der Schweiz sei ihm “mehrfach versprochen” worden, aber es sei noch immer “nicht zustande kommen”.

“Er scheint genervt zu sein”

Sie werde den Eindruck nicht los, der Mann sei persönlich beleidigt, sagt Tagesschau-Sprecherin Katja Stauber. SRF-Korrespondent Sebastian Ramspeck fügt hinzu: “Er scheint tatsächlich genervt zu sein, weil dieses Rahmenabkommen, über das seit 2014 verhandelt wird, noch immer nicht unter Dach und Fach ist.”

Er fühle sich hingehalten und offenbar auch missverstanden. Nun gieße er aber rhetorisch Öl ins Feuer und mache damit das schwierige Verhältnis zwischen der EU und der Schweiz ganz sicher nicht einfacher.

8 Kommentare

  1. Die Schweiz moechte einfach nicht ganz ihre Seele an das undurchsichtige Gebilde in Bruessel verkaufen, was auch vernuenftig ist. Die Briten haben es verstanden und gehen. Wie kann man von den Schweizern einen Rahmenvertrag verlangen, der nur zu Ungunsten der Schweiz ausfallen wird? Wann hoert die Arroganz der EK endlich mal auf??

  2. Kee Wonner, déi Arroganz vu Bréissel vis-à-vis vun der Schwäiz ass net ze iwwertreffen. D’Liewensqualitéit an der Schwäiz ass vill méi grouss wéi an der EU. Dofir soll d’EU Beispill op d’Schwäiz huelen a net emgekéiert.

    • Ech hun 10 joer an der CH geschafft a gelieft.A veschiddene Punkten ass d Liewensqualiteit tatsaechlech massiv besser z.B.Kultur,Transport,Politesse,Schoulsystem,Administratiounen dei zuegeg schaffen etc etc . Et haenkt awer ganz dovun of wou ee wunnt,well a gewessenen Regiounen sin Schwaizer och zimmlech auslaennerfeindlech.Souguer wann ee perfekt schwyzerduetsch schwetzt,et bleift een a Villen hieren Aaen dach emmer nemmen “e chaibe Uuslaender “!Ech hun och selwer erlieft,dass ech als “Uuslaendere” manner verdengt hun wei meng Kollegen trotz Unerkennung vum Diplom. D Schwaizer wesse genee wat se wellen an huelen sech d Korinthen aus dem Kuch,dat as gewosst!

  3. Der CHer Bundesrat (Regierung) weiss, dass die grosse Mehrheit des CH-er Volkes Nichts – ausser Handel – mit der EU zu tun haben will. Daher die “Rosinenpicken-mit-Hinhalte-Taktik” in den bilateralen Gesprächen, zu ratifizieren am St. Nimmerleinstag. Dies weiss auch JCJ.

  4. All déi ,déi -vir- d’Schweiz a géint d’EU schreiwen, sollen emol d’Geschicht vun der Schweiz méi genee liesen…Dëst Land wëll mat kengem op der Welt eppes ze dinn hunn, hällt sech aus allem eraus, just wann et zu sengem Virdeel ass – sprich: Wann et Suen abrengt. Siehe( als- treffend- Beispill) 2.Weltkrich!!
    “Die EU ist das undurchsichtige Gebilde”, Herr Mühlenbach! Und die Schweiz….(meinen Sie) ein offenes Volk…mit grosser Seele,das alle Ausländer aufnimmt, wenn es nur helfen kann !!???? !!

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