Do., 4. Juni 2020

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  1. Jacques Zeyen /

    Bravo Nico,
    vor Ewigkeiten schon haben wir gesagt und geschrieben,dass die Globalisierung keinesfalls die drei Pfeiler unserer Gesellschaft,nämlich Bildung,Gesundheit und Sicherheit erschüttern dürfte. Und dennoch haben wir heute das Resultat vor Augen.Es hätte schlimmer kommen können wenn nicht die Gewerkschaften auf der Hut gewesen wären,obwohl auch ihnen die Hände gebunden waren. Mit Gesundheit,Bildung und Sicherheit sollte man nicht versuchen Geld zu verdienen.Am schlimmsten hat es dennoch das Gesundheitswesen getroffen,während Schule und Polizei ( und auch teilweise der öffentliche Transport ) in Staatshänden blieben, wurde im Gesundheitssektor gespart was das Zeug hielt. Obwohl Luxemburg im Vergleich mit Frankreich oder Deutschland noch gut dasteht,bekommen wir heuer die Fehler von damals zu spüren.
    Und wenn in Italien 300.000 Chinesen “Billigarbeit” leisten um unseren “Geiz ist Geil”-Komplex zu stillen,dann ist das sicher einer von vielen Denkanstößen die wir für die Zukunft mitnehmen werden.

  2. J.Scholer /

    @Zeien: Das Gesundheitssystem im Lande wurde seit Jahren nur auf Profitorientierung getrimmt, Betten reduziert und das Personal ,dem Fließbandarbeiter gleich , auf Trab gehalten. Wir können uns glücklich schätzen, dass die Politik , wenn auch etwas blauäugig , noch zur richtigen Zeit die Kurve kratzte, eine Ministerin ,Top Managerin mit kompetenten Staff , die nötigen Vorkehrungen in die Wege leitete , so die medizinische Notfallversorgung absicherte. Wir Luxemburger haben wohl im Konsumrausch , der Spaßgesellschaft vergessen , dass auch wir Katastrophen ausgesetzt sein können und anstatt in Katastrophenschutz, Materiallager anzulegen , waren uns der Pavillon in Dubai, Fußballstadion, Rockhal,….wichtiger als die Absicherung im Notfall. Zu Zeiten des Kalten Krieges war Material für den Ernstfall gelagert, im Rausche der Abrüstung hat man dann wohl alle Vorsichtsmaßnahmen über Bord geworfen und in Saus und Braus gelebt.

  3. de Schmatt /

    Im Nachhinein ist man immer klüger! Hoffentlich werden die richtigen Schlussfolgeungen für die Zukunft gezogen und die entsprechenden Massnahmen getroffen. Das Coronavirus zeigt uns unsere Grenzen auf und führt uns vor Augen, dass der Wachstum nicht alles ist.

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