Blaualgen machten der 23. Auflage des „Wämper Triathlon“ am Wochenende einen Strich durch die Rechnung, aus dem Triathlon wurde ein Duathlon. Beim Sprint-Duathlon wurden dennoch die Landesmeister im Sprint-Triathlon gekürt. Die Titel gingen an Pia Wiltgen und Stefan Kornelis.

Von unserem Korrespondent Marc Biwer

Am Wochenende wurden beim “23e Triathlon international de Weiswampach” viele Rennen angeboten, aber kein Triathlon. Wegen Blaualgen durfte nicht im See geschwommen werden. Die Organisatoren pochten aber darauf, ihren Wettkampf durchzuziehen. Die Schwimmdisziplin entfiel und wurde durch einen weiteren Laufpart ersetzt: ein Duathlon demnach.

Die Folge war, dass es Absagen hagelte. 35 gemeldete Athleten hatten sich am Sonntag nicht am Start eingefunden, darunter der zweifache Titelverteidiger Dylan Magnien (F). Dennoch war das Teilnehmerfeld mit 101 Sportlern immer noch recht imposant. Favorit bei den Männern war der Europameister im Cross-Duathlon und fünffache französische Meister im Cross-Triathlon, Brice Daubard. Der 33-Jährige konnte sich bei der ersten Prüfung (10 km Laufen) an die Spitze setzen, mit einem Vorsprung von 1’12” auf ein dreiköpfiges Verfolgerfeld. Dieses Trio schaffte es, auf dem schweren Radparcours (40 km) auf den Franzosen aufzuschließen.

Starke Leistung

Daubard spielte aber auf dem zweiten Laufparcours (5 km) erneut seine Stärken aus, ließ die Konkurrenz chancenlos und sicherte sich den Sieg. Nick Ziegler (B) musste sich mit 42″ Rückstand mit Platz zwei begnügen. Auf dem dritten Podiumsplatz, aber 1’05” zurück, überquerte François Reding den Zielstrich. Eine starke Leistung, da der Belgier schon am Morgen beim “Promo-Triathlon” am Start war und diesen gewinnen konnte.
Aus Luxemburger Sicht fehlten in Weiswampach die großen Namen. Bester Luxemburger war Claude Lucas (X3M) auf Platz elf, vor Pascal Jodocy (CSN, 14.) und Steve Moog (Hirondelle, 24.).

Bei den Frauen gab es indes einen luxemburgischen Sieg zu feiern. Zumindest teilweise, da Haistke Overbeek schon länger in Luxemburg lebt und beim Trispeed Mamer lizenziert ist. Nach dem ersten Laufen lag die Niederländerin nur knapp 5″ hinter Emma Claisse auf Platz zwei. Auf der Radstrecke konnte sie aber die amtierende belgische Duathlon-Meisterin einfangen, um Claisse beim zweiten Laufen den Sieg zu entreißen. Platz drei ging an Kelly Decaluwe (B). Als zweite Luxemburgerin schloss Sandra Huberty (Celtic) auf Position sieben ab.

Sprint-Distanz

Am Sonntagmorgen war bereits Spannung über die halbe Distanz angesagt. In den Promo-Duathlon (5/20/2,5) waren die Landesmeisterschaften im Sprint-Triathlon integriert. Gewonnen wurde das Rennen von François Reding (siehe oben). Bester FLTri-Athlet war der Franzose Brice Faucheux (X3M) auf Platz sieben, dicht gefolgt (25″, Rang 8) von Stefan Kornelis (Celtic), der sich damit den Titel sicherte. Auch hier war der Favoritenkreis sehr überschaubar, zumal Oliver Gorges ebenfalls absagte.

Etwas besser war es in dieser Hinsicht um die Frauen bestellt, die mit Pia Wiltgen die luxemburgische Triathlon-Meisterin auf der olympischen Distanz ins Rennen schickten. Wie schon in Echternach ließ die Düdelingerin auch im Sprint nichts anbrennen und belegte souverän Platz eins und sicherte sich damit die zweite Krone 2018. Platz zwei ging an eine Dame von den Bahamas: Elisa Whitehouse belegte in der internationalen und nationalen Wertung (3’02” Rückstand) die Vizeposition.

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