Seine Schreibsprache war das Luxemburgische und Deutsche. Am Freitag ist er im Alter von 74 in der Zitha-Klinik in Luxemburg verstorben: Der Schriftsteller und Journalist Josy Braun. Braun schrieb Prosa, Lyrik, Theater- und Kabarett-Stücke. Zu seinen Werken zählten des Weiteren Kinder- und Sachbücher. Mit seiner Übersetzung ins Luxemburgische machte Braun den kleinen Luxemburgern Saint Exupérys Werk „Le petit prince“ zugänglich.

Bevor er seiner Leidenschaft als quasi voll-beruflicher Schriftsteller nachgehen konnte, war Braun lange Jahre Redakteur des Tageblatt, wo er unter anderem die Lokalredaktion leitete. Verdient gemacht hat er sich um die Luxemburger Sprache mit seiner 1996 veröffentlichten kleinen Grammatik „Eis Sprooch richteg schreiwen“.

Als Journalist arbeitete Braun unter anderem am Dossier “Bommeleeër” in den 1980er Jahren, jener bis heute noch nicht vollends aufgedeckten Attentatsserie in Luxemburg. Seine Recherchearbeiten dienten ihm als Vorlage für seinen Roman „Bommenteppech“, der 2004 erschien.

Braun war u.a. Mitbegründer des Lëtzebuerger Schrëftstellerverbands und der Cabarets-Ensemblen Huwwelbänk, Bëschzeck und Cabaret J.B., (spéider Cabarenert).

Josy Braun war am 14. Januar 1938 in Luxemburg geboren worden. Laut Luxemburger Autorenlexikon wuchs er in Wecker auf. Nach der Grundschule in Biwer (1944-1951), seinen Sekundarstudien in Clairefontaine (1951-1955) und dem obligatorischem Militärdienst arbeitete er bei der Usine de Wecker (1957-1960). Von 1960 bis 1972 war er Gewerkschaftssekretär beim LCGB.

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