Der schleppende und von unzufriedenen Kunden begleitete Start des Model 3 hält Tesla  offenbar nicht davon ab, weiterhin expansive Planungen zu betreiben. Einem Bericht des „Wall Street Journal“ zufolge prüft das kalifornische Unternehmen den Bau einer so genannten „Giga-Factroy“ in Europa.

Für die integrierte Fertigung von Pkw und Batterien unter einem Dach kämen danach Standorte in den Niederlanden und Deutschland in Frage. Dem Bericht zufolge seien bereits Gespräche mit Vertretern der Bundesländer Rheinland-Pfalz und Saarland geführt worden. Allerdings befänden sie sich in einem so frühen Stadium, dass mit Abschlüssen noch nicht gerechnet werden könne, berichtet das „Handelsblatt“ unter Berufung auf amerikanische Quellen.

Konzernchef Elon Musk hatte im Juni in einer Mitteilung auf dem Nachrichtendienst Twitter angedeutet, dass Tesla wahrscheinlich bis zum Jahresende einen Fabrikstandort in Europa festlegen werde. Eine weitere Mitteilung besagte, dass Deutschland bei der Wahl des Standortes „weit vorne“ liege. Unlängst hatte der schillernde Elektro- Entrepreneur den Bau einer Fabrik in China verkündet. Schon ab dem Jahr 2020 sollen dort angeblich bis zu 500 000 Fahrzeuge jährlich entstehen.

Von derartigen Zahlen ist das Tesla-Basiswerk in Fremont am südlichen Ende der San- Francisco-Bay weit entfernt. Es kämpft seit geraumer Zeit mit Produktionsproblemen, die eine Auslieferung der angekündigten hohen Stückzahlen des Models 3 bremsen. In der ersten Jahreshälfte 2018 seien dort nur 88 000 Fahrzeuge vom Band gelaufen, berichtet das „Handelsblatt“. Der europäische Hauptsitz des Elektrofahrzeugherstellers befindet sich in Tilburg im Süden Hollands. Dort betreibt das Unternehmen eine Produktionsstätte, die in Kalifornien gebaute Pkw modifiziert und an die Zulassungsanforderungen der europäischen Märkte anpasst. (ampnet/afb)

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