Der Billigflieger Ryanair hat am Montag neue Verbindungen ab Luxemburg angekündigt.

Zwischen den Monaten Juni und August wird die Gesellschaft zweimal pro Woche nach Palma de Mallorca fliegen. Tickets für die neue Strecke sind ab sofort auf der Webseite der Gesellschaft erhältlich, so die Pressemitteilung. Um Kunden von dem neuen Angebot zu überzeugen, werden die günstigsten Tickets zu 29,99 Euro verkauft. Die neue Destination reiht sich in den Sommerflugplan 2018 von Ryanair ein.

Gleichzeitig hat die Fluggesellschaft am Montag angekündigt, im Rahmen ihres Winterflugplans künftig drei Mal pro Woche von Luxemburg in die irische Hauptstadt Dublin zu fliegen. Um Kunden das neue Angebot schmackhaft zu machen, werden auch hier besonders günstige Tickets à 29,99 Euro verkauft.

Weniger Flugzeuge am Flughafen Hahn

Während sich der Luxemburger Flughafen somit über ein reges Interesse von Ryanair am Findel freuen kann, sieht es am Flughafen Hahn im Hunsrück ganz anders aus. Ryanair ist bislang der größte und wichtigste Kunde des regionalen Flughafens.

Die Iren sind jedoch dabei, ihre Aktivitäten am Hahn zurückzufahren. Zum neuen Sommerflugplan wird die Gesellschaft ein weiteres Flugzeug vom Hahn abziehen (es bleiben noch vier) und insgesamt vier Strecken streichen. Das berichtet der Bonner General-Anzeiger auf seiner Internetseite und spekuliert: “Das könnte der Anfang vom Ende für den Hahn sein.”

Wie reagiert der Investor?

Konkurrenz hat der Flughafen Hahn nämlich nicht nur aus Luxemburg – wo es zudem im Gegensatz zu Deutschland keine Passagiersteuer gibt. Vor allem ist es die Attraktivität des Flughafens Frankfurt/Main für Ryanair, die dem kleinen Flughafen zu schaffen macht. Hier hatte Ryanair zunächst nur zwei Maschinen stationiert, will deren Zahl im Sommer aber auf zehn aufstocken, so der Bonner General-Anzeiger.

Der Knackpunkt, wenn es um die Zukunft vom Hahn geht, ist die Frage, wie der hoch verschuldete chinesische Hahn-Investor HNA reagieren wird. Wegen der neuen Lage könnte sich dieser zurückziehen, befürchtet die Zeitung aus Bonn.

8 Kommentare

  1. Man musste kein Prophet sein, um eine derartige Entwicklung auf dem Hahn kommen zu sehen. Warm anziehen muss sich aber vor allem das Land Rheinland-Pfalz, denn je nachdem wie man den Hahn beim Verkauf vermarktet hat, könnten daraus sogar Ansprüche für HNA entstehen, sprich Entschädigungsgelder oder zumindest mal kostspielige Prozesse. Und das alles wegen eines Flughafens, der so oder so von Anfang an auf tönernen Füßen stand. Hilft halt nicht, wenn man weit weg von jeglichen Bevölkerungszentren ist.

  2. KTG- Hahn war ein Militärflugplatz deshalb abgelegen von den Bevölkerungs Ballungszentren dass ist eben jetzt ein Nachteil, dazu kommt noch die Passagiersteuer…..

    • Der Flughafen liegt in dem spärlichst besiedelten West-Bundesland und dann noch mitten in der (sehr schönen) Hunsrück-Pampa. Von Bingen(30-45min Auto) brauch man schon Ewigkeiten mit dem Bus dahin und wenn mann um 6:00 abfliegt… Als Hub für Osteuropa scheint er zumindest halbwegs praktisch. Wer gerne dahin günstig fliegt, für den ist Hahn interessant. Nürburgring Skandal lässt grüßen…

  3. Und hierzulande freuen wir uns wie die Schneekönige über die vielen Billigflieger, die die selben Ziele anfliegen wie die Luxair, die mit solchen Kampfpreisen nicht mithalten kann, da deren Mitarbeiter anständig bezahlt werden, die Bord-WCs nicht zu putzen brauchen und die Passagiere nicht mit dem Verlauf von Losen usw. zu nerven brauchen.
    Noch mehr freuen wir uns über den Fluglärm am frühen Morgen und späten Abend. Jubeln werden wir vor allem, wenn die Kapazität des Findels nicht mehr ausreicht, und das Nachtflugverbot gelockert wird. Im Gegensatz von einigen Hunsrücker Dörfern hat im dicht besiedelten Großherzogtum immerhin fast jeder etwas davon, wenn die Jets über die Köpfe der Menschen hinwegdonnern.

    • Rynair as belleg (wann ee fréi bucht, soss net), well se effizient sin. Kee Bullsh#t wäit a breed. Aner Gesellschaften kopéiren se, och Premium, a kennen doduerch och hir Präisser drécken. Alleng dee ganze Paperasse Krom bei Luxair zB, KLM, Ryanair einfach en 2D-Code um Handy a färdeg. Ech brauch näischt z’iessen op engem max. 4h Fluch, op d’Toilett kann ee virdru goen. Eng kléng Valisse am Handgepäck geet fiir max.1 Woch och duer.
      D’Rynair Personal kéint zum Deel besser bezuellt gin, jo, an Azubis manner ausgebeut, op där anerer Säit gin Piloten bei eis awer extrem bezuelt(20.000/Mount as normal). Mir liewen halt am Kapitalismus, Mensche si just eng wirtschaftlech Ressource, grad wéi eng Maschinn (BWL 1×1).
      Ech giff och manner fléien, wann den Zuchticket op Berlin alleng net schon 200-300€ kaschte géif! Entweder ech fléien belleg oder ech gin néirens, ganz einfach. Ech fueren keng 6-10h um Stéck mam Auto. Ech genéissen déi Fräiheet, soulaang ech se nach hun.

      • De “Raym Collé” fënnt et also normal, datt d’Pilote vu Ryanair hir eege Société zu jeweils 3 mussen an Irland grënnen an dann hir Sozialfraisen selwer musse blechen? Datt kaum ee vun hinne fest ugestallt ass an all Moment einfach nët méi geruff gëtt wa se hie wëlle lassginn? Datt si keng Gewerkschaften zouloossen a beispillsweis a Frankräich an Däitschland scho Perquisitiounen haten, well se fir Mataarbechter an Irland an net a Frankräich resp. Däitschland bezuelt hunn (an dat natierlech illegal ass)? Ech kéint nach weiderfueren, d’Lëscht ass leider endlos. Bei Ryanair allerdéngs wäitaus méi endlos wéi bei Easyjet.
        Ah jo… e Ryanair-Pilot oder Steward gëtt nëmme bezuelt wa säi Fliger fléie soll (!) En Délai gëtt net bezuelt an Zäit um Buedem souwisou net. Zäit um Buedem zielt och net als Schaffzäit. E Pilot muss sech selwer op seng Plaz fléien, also regulär wéi a Passagéier fléien. Dee Stress iwweregens oft réischt den Dag virdrun a wann ee soll als Pilot schlofen. Wëllt de “Raym Collé” léiwer bëlleg fléien oder léiwer mat Piloten déi net scho 15 Stonnen am Asaz sinn? Suen oder Sécherheet?

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