Werden die Namen der ehemaligen Kunden des spanischen Dopingarztes Eufemiano Fuentes doch gelüftet? Wie die spanische Zeitung AS schreibt, habe die Welt-Antidoping-Agentur (WADA) vor, die Namen von 29 Sportlern an die zuständigen nationalen Anti-Doping-Behörden weiterzugeben.

Wie eine WADA-Sprecherin dem Tageblatt bestätigte, werde die Behörde in Zusammenhang mit der „Operación Puerto“ auch weiterhin alle Möglichkeiten in Betracht ziehen, um „für Gerechtigkeit gegenüber den sauberen Athleten zu sorgen“. Weiter wollte sich die Behörde gestern nicht dazu äußern, da es sich um ein laufendes Verfahren handele. Ob die Namen letztendlich kommuniziert werden, wird sich wohl erst am 20. September entscheiden, wenn sich die WADA-Exekutive auf den Seychellen trifft.

2006 wurde der Doping-Ring um Fuentes aufgedeckt. Damals wurden bereits Radsportler wie Jan Ullrich, Alejandro Valverde, Ivan Basso, Jörg Jaksche oder Tyler Hamilton als Kunden identifiziert. Nach einem langen Rechtsstreit konnte die WADA die 2006 sichergestellten Blutbeutel erhalten und anhand von DNA-Tests die Identität der Fuentes-Kunden feststellen. Da die Vergehen allerdings verjährt sind, stellte sich die Frage, ob die Namen veröffentlicht werden dürfen.

Auch Frank Schleck war in den Fuentes-Skandal verwickelt. Er hatte dem Gynäkologen rund 7.000 Euro überwiesen, angeblich nur für Trainingspläne. Dennoch hält sich das Gerücht, dass er sich hinter dem Codenamen „Amigo de Birillo“ verbirgt. Hinter dem Namen „Birillo“ versteckte sich der damalige Teamkollege von Schleck bei CSC, Ivan Basso. Zwölf Jahre nach der „Operación Puerto“ könnte das Geheimnis der Codenamen doch noch gelüftet werden. cs

3 Kommentare

  1. …egal wei, d‘Wouerecht kënnt eraus… och wann do Fristen verjährt sinn.. ass et dach awer eng moralesch Genugtuung fir déi „proper“ Veloh‘fuehrer !

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