Fischsterben in Escher Dipbech

Fehler bei der Renaturierung? – Sportfischerverband äußert Kritik

Mitarbeiter der Stadt Esch bargen am Montag rund 60 Kilogramm tote Fische aus der Dipbech, die durch die Nonnewisen verläuft. Als Todesursache haben Experten den mangelnden Sauerstoffgehalt im Wasser ausgemacht. Da es immer wieder zu Fischsterben kommt, kritisiert die „Fédération luxembourgeoise des pêcheurs sportifs“ nun die durchgeführten Renaturierungsarbeiten der Gewässer.

60 Kilogramm tote Fische zogen Mitarbeiter der Gemeinde Esch aus der Dipbech

60 Kilogramm tote Fische zogen Mitarbeiter der Gemeinde Esch aus der Dipbech Foto: Editpress/Alain Rischard

Kurz vor dem Wochenende kam es zu einem größeren Fischsterben in dem Bächlein Dipbech in den Escher Nonnewisen. Mitarbeiter des Hygienedienstes der Stadt Esch zogen am Montag insgesamt 60 Kilogramm tote Fische aus dem Wasser, um diese dann anschließend fachgerecht zu entsorgen. Trotzdem wurden auch noch am Dienstag einige tote Fische gesichtet, die die Gemeindearbeit aber im Laufe des Tages entsorgten.

Die hohen Temperaturen sowie der niedrige Pegelstand der Dipbech führten aller Wahrscheinlichkeit zu einem sehr geringen Sauerstoffgehalt im Wasser, was zu dem Fischsterben führte. Der Verband der Sportfischer (FLPS) erhebt jetzt in den sozialen Medien Vorwürfe, denn ihrer Meinung nach hätte dieses Fischsterben vermieden werden können, wenn in der Vergangenheit bei der Renaturierung der Flüsse nicht immer die gleichen Fehler gemacht worden wären.

Ein Bild vom Dienstag: tote Fische in der Dipbech

Ein Bild vom Dienstag: tote Fische in der Dipbech Foto: Philip Michel

„Bei der Renaturierung der Gewässer wird immer wieder darauf verzichtet, tiefere Stellen mit einzuplanen. In diesen Tümpeln ist die Wassertemperatur immer ein bisschen niedriger als im Rest des Flusses. Auch der Sauerstoffgehalt ist dort etwas erhöht. Bei hohen Temperaturen können sich die Fische dann dorthin zurückziehen“, erklärt Claude Strotz, Vorstandsmitglied der FLPS, gegenüber dem Tageblatt. Auch die Abholzung der am Ufer stehenden Bäume kritisiert die FLPS heftig: „Die Bäume spenden im Sommer Schatten und halten den Stoffsauerstoffgehalt im Wasser konstant auf dem gleichen Niveau. Wir als Sportfischer merken, dass die Renaturierungen schön auf einer Karte aussehen, in der Realität allerdings in den seltenen Fällen optimal umgesetzt werden.“ In der Dipbech wurden nun Pumpen aufgestellt, damit wieder mehr Sauerstoff in das fließende Wasser gelangen kann.

Privatpersonen können den Tieren in den wenigsten Fällen direkt helfen. „Aus diesem Grund ist es wichtig, Unregelmäßigkeiten sofort bei den offiziellen Stellen zu melden, damit diese sich dem Problem schnell annehmen“. „

Mit diesen Apparaten soll der Sauerstoffgehalt des Wassers auf der Höhe des Schlassgoart-Pavillons angereichert werden 

Mit diesen Apparaten soll der Sauerstoffgehalt des Wassers auf der Höhe des Schlassgoart-Pavillons angereichert werden  Foto: Philip Michel

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