Carlo Maller hat lange Jahre im Viertel Bonneweg gewohnt. Noch immer kommt er jeden Tag dorthin, um Freunde und Bekannte zu treffen und um mit seinem Hund Puschel Gassi zu gehen. Auch am 11.April war er vor Ort. Dabei fiel ihm ein schwarzer Mercedes schon auf, bevor dieser später beschossen wurde und der Fahrer starb.

“Mir fiel wie gesagt der Wagen auf, da er viel Krach machte. Es war ein sonderbares Geräusch”, sagt der 59-Jährige. Interessant ist in dem Zusammenhang, dass ihm der Wagen bereits in der rue de Thionville auffiel und nicht erst in der rue Dernier Sol. Eben wegen des ungewohnten Lärms, den der Mercedes verursachte. Und Carlo Maller ist formell: Gegen 14.45 Uhr sei ihm der schwarze Mercedes im Dernier Sol ein zweites Mal aufgefallen. Auch den Fahrer, der eine Stunde später versuchte, die Polizeikontrolle an der Ecke rue Sigismond und rue des Ardennes zu durchbrechen, dabei auf einen Polizisten zuhielt und dann tödlich von einer Kugel getroffen wurde, kann er beschreiben. Er sei Mitte 40 gewesen und habe schwarze Haare gehabt. “Sein Blick war total komisch. Auf mich wirkte er, als mache er sich große Sorgen oder als ob etwas nicht in Ordnung sei”, so Carlo Maller weiter.

Bei dem Mann handelt es sich bekanntlich um einen 51-jährigen Niederländer, der in Deutschland gemeldet war. Er sei der Polizei wegen verschiedener Verstöße gegen den „Code de la route“ im Großherzogtum bekannt gewesen, hieß es seitens der Staatsanwaltschaft. Zudem unterlag er hierzulande einem Fahrverbot.

Carlo Maller stellt sich die Frage, warum der schwarze Mercedes mehrfach um den Block fuhr. Mindestens zwei Mal. Maller beobachte zudem, dass gegen 15.45 Uhr ein Polizeiwagen ohne Blaulicht und ohne Sirene in dem Viertel unterwegs war. Der Wagen fuhr die rue Sigismond entlang, so Maller. Das beobachtete er gemeinsam mit einem Bekannten, mit dem er zusammen einen Espresso trank. Handelte es sich dabei um den gleichen Polizeiwagen, der später den schwarzen Mercedes stellte?

Anfangs hieß es, dass es sich um eine Routinekontrolle gehandelt habe. Ist dem so gewesen oder wurde der Mann observiert und dann gezielt an der Ecke rue Sigismond, rue des Ardennes gestellt? Wusste die Polizei, um wen es sich handelte? Der Vorfall vom 11. April gibt nach wie vor reichlich Rätsel auf. Von offizieller Seite herrscht immer noch Funkstille …

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7 Kommentare

      • Ass dem “Looss” bekannt, datt et hei zu Lëtzebuerg en Untersuchungsgeheimnis gëtt? Mer sinn hei net an den USA, wou se bal alles erausplättelen, an dat souguer mussen. Och beim Bommi-Prozess si mer eréischt gewuer ginn, wat d’Virwërf waren, wéi et zum Prozess komm ass.

      • Sëcher interesseiert ons wat, wou, weini geschitt a wei d’Police domat emgeet, soss hätte mir den Artikel net gelies. Desen Atikel liwwert awer keng Präzisiounen an ass also vollkommen iwwerflesseg. De Mann ass bestëmmt och scho muergends an déi Deeg virdrun mam Auto gefuer. Hien ass bestemmt net deen eenzegen den e puer Mol ronderem fiirt. Ech maachen daat och wann ech no enger Parkplatz sichen oder zwou Kommissiounen hun. Suspekt!?! Vleicht sollte mer nach wëssen ob Zocker am Espresso wor.
        Et schengt ewei wann e geif probeieren e Cas aus eppes ze maachen, an ënnerstellt Vertuschung. Daat as onfair. Weder d’Police nach de Procureur können d’Enquête an der Öffentlechkeet behandelen, soss brauche mir keng Gerichter mei.

    • Elo nodeems zwee déidlech Virfäll a kuerzer Zäit ze bekloe si soll mol wierklech genee gekuckt gi wéi d’Police hir Aarbecht mécht a wat soll geännert ginn, dass esou Saache net méi solle vir kommen. Et ka net sinn, dass d’Police duerch hir (vläicht net ëmmer ganz beduechte?) Virgoensweis aner Leit a sech selwer mat a Gefor bréngt. Zäit fir eng grouss Enquête an e puer Ännerungen?

    • Ja ganz richtig die haben genug zu tun ,und das Tageblatt täte besser daran die Leute aufzuklären wie Kranke und Alte durch eine LSAP Ministerin behandelt werden.

  1. Elo kommen schon erem dei üblech Verschwörungstheorien op, jejeje gidver een mengt eppes gesinn ze hunn an dann reimen mir Reibertheorien zesummen dei vun eiser Press genösslech iwwerholl ginn.

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