Die Gewerkschaft Verdi hat am größten deutschen Versandlager-Standort des Handelsriesen Amazon zu einem viertägigen Streik im Nach-Weihnachtsgeschäft aufgerufen. Die Mitarbeiter in den beiden Logistikzentren in Bad Hersfeld (Hessen) seien von Mittwoch bis einschließlich Samstag angehalten, ihre Arbeit niederzulegen, sagte Gewerkschaftssekretärin Mechthild Middeke.

Der Standort in Bad Hersfeld habe nach Weihnachten besonders viel mit dem Umtausch von Geschenken zu tun. Zudem würden nun viele Gutscheine eingelöst, erklärte Middeke die Taktik. “Wir gehen davon aus, dass unsere Aktionen Auswirkungen haben und wir Amazon Schwierigkeiten bereiten”, sagte sie.

Verdi ruft seit Jahren bei Amazon in Deutschland immer wieder zum Streik auf. Damit sollen Verhandlungen über einen Tarifvertrag erzwungen werden. Ein Amazon-Sprecher sagte, der neuerliche Streik störe nicht die Betriebsabläufe. “Wir sind personell bestens aufgestellt”, sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Amazon hatte für das Weihnachtsgeschäft und darüber hinaus Tausende Mitarbeiter eingestellt, um das erhöhte Arbeitsaufkommen und Streiks zu kompensieren. Der Branchenprimus verfügt deutschlandweit über zwölf Versandlager an elf Standorten.

2 Kommentare

  1. Schon wieder? Ein paar Mal im Jahr strikt Verdi bei Amazon, weil sie nicht einsehen wollen, dass es eine Logistikfirma ist und kein Versandhaus.
    Und jedes mal kriegt niemand es mit, weil alle Pakete einfach auf andere Zentren im Land oder im nahen Ausland umdirigiert werden eben _weil_ es eine Logistikfirma ist.

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