Am 30. März öffnet der “Parc merveilleux” in Bettemburg wieder seine Türen. Wie jedes Jahr heißt der einzige Zoo Luxemburgs auch in dieser Saison eine Horde neuer gefiederter und pelziger Bewohner bei sich willkommen. Zwischen Spielplätzen und Märchenhäuschen wird den Besuchern die Welt der Tiere nähergebracht. Teilweise wortwörtlich.

Von Misch Pautsch (Text und Fotos)

“Ganz besonders stolz sind wir auf unsere beiden Roten Pandas”, erklärt ein sichtlich enthusiastischer Guy Willems, der als Tierarzt im Park alle Tiere perfekt kennt. Die beiden sogenannten “Kleinen Pandas” erfüllen den langen Wunsch des Parkes, der als bedroht eingestuften Tierart einen sicheren Lebensraum zu bieten. Besucher, die die zehn Monate alten Schwestern sehen wollen, sollten am besten gegen 16.00 Uhr während der Fütterung vorbeischauen. Die Tiere sind vor allem morgens und abends aktiv, tagsüber wird man sie kaum zu Gesicht kriegen.

Die Goldkopflöwenäffchen, für die bereits letztes Jahr die Genehmigung von der brasilianischen Regierung gegeben wurde, sind mittlerweile angekommen. Die kleinen Affen im Zoo aufzunehmen, setzte “eine ganze Menge bürokratisches Hin und Her voraus”, sagt Willems, da sie nicht nur auf der Roten Liste stehen, sondern auch, weil alle in Brasilien geborenen Tiere im Besitz der brasilianischen Regierung sind. Nun lassen sich ein Männchen und ein Weibchen im Amazonia-Haus des Parkes beobachten.

Besonders nah werden die Besucher allerdings drei neuen Bewohnern kommen: Freilaufende Truthähne gesellen sich zu den Pfauen, die bereits durch den Park stolzieren.

Willems ist gespannt: “Wir werden sehen, wie sie mit den Besuchern klarkommen. Und auch, wie die Besucher mit ihnen klarkommen.” Sorgen darum, dass sie mit neugierigen Kindern Streit anfangen, muss sich allerdings niemand machen: “Das Worst-Case-Szenario ist, dass sie vom Fuchs erwischt werden, aber das hatten wir bisher gut im Griff.”

Auch können drei junge Flamingos, die ihre typische rosa Farbe erst langsam bekommen, wenn sie älter werden, gefunden werden. “Wir sehen auch einige Köpfchen aus den Beuteln der Kängurus herausschauen”, freut sich Willems.

Um sowohl den Tieren als auch den Menschen im Park eine schönere Aussicht zu bieten, wird damit begonnen, die Zäune um die Gehege stückweise durch niedrige Wände zu ersetzen. Fenster garantieren auch jungen Besuchern freie Sicht. Auch die Spielplätze werden ausgebaut: Ein Spielplatz-Bauernhof neben dem Streichelzoo soll vor Beginn der Saison fertig werden. Nach den Osterferien wird eine Schaukel für Rollstuhlfahrer fertig aufgebaut sein.

Der “Parc merveilleux” ist in dieser Saison bis zum 13. Oktober geöffnet. Er empfängt Besucher täglich von 9.30 bis 18.00 Uhr.

1 Kommentar

  1. “Die Tiere sind vor allem morgens und abends aktiv, tagsüber wird man sie kaum zu Gesicht kriegen.”

    Sauber! En Zoo keeft Déieren déi op der Panz leien, wann d’Visiteuren do sinn.
    Hunn déi nach ni vu Marketing héieren? (Déi Verantwortlech, net d’Pandaën)

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