Am Wochenende waren wieder zahlreiche Playmobil-Konstruktionen in der Küntziger Sporthalle und im Festsaal zu bewundern. Obschon das 7,5 Zentimeter große und oft belächelte Plastikmännchen schon fast 45 Jahre auf dem Buckel hat, ist es doch noch nicht in die Jahre gekommen. 

Während unseres Rundgangs durch die über 1.000 Quadratmeter große Ausstellung erklärte Claude Hengel, Präsident der “Playmo-Frënn Lëtzebuerg”, uns, wie es zu den LuxPlaymoDays kam: “Vor 14 Jahren war ich bei einer vergleichbaren Veranstaltung in Deutschland. Damals war ich bereits vom Playmobil-Fieber gepackt. Eines Abends bei einem gemütlichen Beisammensein entstand die Idee von deutschen Sammlerkollegen, ein Treffen von Playmobil-Freunden in Luxemburg zu veranstalten.”

Nach einer ersten Ausgabe im Oktober 2006 mit 600 Besuchern wurden sechs Monate später die “Playmo-Frënn Lëtzebuerg” gegründet. In den Folgejahren wurden, neben den bereits bestehenden deutschen Kontakten, weitere mit belgischen und französischen Sammlern aufgebaut, wodurch die Ausstellung in den letzten Jahren zu einem wahren Publikumsmagneten in der Großregion wurde.

Jährlich finden sich in Küntzig um die 3.000 große und kleine Besucher ein. So auch an diesem Wochenende bei der bereits 13. Ausgabe.

Nicht das kostengünstigste Hobby

Playmobil sammeln ist nicht das kostengünstigste aller Hobbys, wie man recht schnell beim Bewundern der verschiedenen Konstruktionen feststellen konnte. Playmobil in all seinen Formen auf 1.000 Quadratmetern stellt den Traum von vielen Kindern dar. Doch beim Besuch der LuxPlaymoDays merkte man schnell, dass dieser Traum auch von Erwachsenen geteilt wird.

Die Aussteller und Verkäufer kamen aus den Beneluxländern, aus Deutschland, Frankreich und Spanien zur diesjährigen 13. Ausgabe. “Wir waren bereits einige Male bei dieser Veranstaltung dabei und kommen jedes Jahr gerne zurück, weil die Stimmung sehr familiär und persönlich ist. Am Samstag nach Feierabend sitzen wir alle zusammen bei einem gemeinsamen Abendessen und tauschen unsere Zukunftsideen aus. Wir besuchen jährlich vier bis fünf solcher Ausstellungen, davon sind die LuxPlaymoDays unsere Lieblingsveranstaltung”, meinte ein deutscher Aussteller gegenüber dem Tageblatt.

Bereits am Samstag waren trotz Konkurrenz der “Schueberfouer” zahlreiche Besucher erschienen und tummelten sich in der Küntziger Sporthalle, im Festsaal nebenan und im Hof, wo auch Verkaufsstände aufgebaut waren.

Neben den 25 Verkaufsständen, die das Sammlerherz beim Erstehen der einen oder anderen Rarität schneller schlagen ließen, standen an den Seiten 16 Dioramen, auf denen eine Szene oder ein Konzept dargestellt war.

50 Quadratmeter großes Kunstwerk

Eines der Highlights war ohne Zweifel die belgisch-niederländische Konstruktion “Rescue of the baron’s son”, eine Gemeinschaftsproduktion von vier Teams, die ihr 50 Quadratmeter großes Kunstwerk auf der Bühne des Festsaales aufgestellt hatten. Szenen wie “New York sous la prohibition” vom französischen Team “Sophiepapou” (eine Konstruktion, an der ein Jahr gearbeitet wurde), der spanische “Amusement Park” oder die “Victorian train station” fanden die gewünschte Beachtung der Besucher.

 

Von unserem Korrespondenten Marc Gatti

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