Luxemburgs Autofahrer müssen sich schon bald umgewöhnen. Denn: Die gemütlichen gelben Leuchten, die seit jeher Straßen im Land in Licht tauchen, sind Auslaufmodelle. Ab 2018 beginnt die Straßenbauverwaltung damit, entlang den Autobahnen die Beleuchtung auf LEDs umzustellen. Das bedeutet: kaltweiße Strahlen statt orangenes Schummerlicht. Los geht es laut Tageblatt-Informationen Anfang 2018 mit der Autobahn A6. Von der belgischen Grenze aus werden die Lampen Ausfahrt nach Ausfahrt auf die sparsamere Diodentechnik umgerüstet.

Moment mal – sparsamer? Eigentlich nicht. Denn was den Energieverbrauch angeht, schenken sich die LED- und die älteren Niederdruck-Natriumdampflampen wenig. “Glühbirnen im Haushalt zu tauschen – das macht Sinn, da diese nicht sehr effizient sind”, erklärt Raymond Seburger von der Straßenbauverwaltung. “Aber die Niederdrucklampen, die wir bis jetzt eingesetzt haben, gehören schon zu den sparsamsten überhaupt.”

400-Watt-Birne für die Autobahn

Beide Lampenarten würden je nach Lichtmasthöhe und Verkehrssituation mit 50 bis 400 Watt auf die Straße strahlen. Der Grund, warum trotzdem bald das moderne, weiße Licht kommt, ist ein anderer: “Wir haben keine Wahl. Die Hersteller haben sich dazu entschieden, ab 2020 keine Niederdruck-Natriumdampflampen mehr zu liefern”, sagt Seburger.

15.500 der effizienten Niederdrucklampen leuchten derzeit noch entlang der staatlichen Straßen in Luxemburg. Dem gegenüber stehen 45.000 Hochdruck-Natriumdampfer, die bei gleicher Lichtausbeute 20 bis 30 Prozent mehr Energie verbrauchen. Dennoch werden erst die sparsameren Niederdruck-Leuchten getauscht, wie Verkehrsminister François Bausch erklärt. Grund dafür ist auch eine saftige Preissteigerung, die offenbar mit dem Lieferstopp einhergeht. “Die Preise für die Niederdruck-Natriumdampflampen haben sich allein in den vergangenen drei Jahren verdoppelt”, sagt Bausch. Ein weiterer Grund ist ihre kurze Lebenszeit. Sie leuchten rund drei Jahre lang, Hochdrucklampen aber sechs. Die LED-Leuchten kommen übrigens auf mehr als zwölf Jahre.

60.000 Laternen an staatlichen Straßen

Beleuchtung an Autobahnen

Alle Auf- und Abfahrten an Luxemburger Autobahnen werden beleuchtet. Dort, wo Ausfahrten weniger als drei Kilometer auseinanderliegen, ist die Strecke durchgängig beleuchtet. Somit wird den Verkehrsteilnehmern eine bessere Sicht an vielfrequentierten Stellen ermöglicht.

Alle Lampen sofort auf LED-Technik umzurüsten, wäre Unsinn, erklärt Seburger. “Wir bauen kein Material ab, das noch jahrelang funktioniert.” Stattdessen würden die Leuchten sukzessive ausgetauscht, nachdem sie den Geist aufgegeben haben. Insgesamt brennen entlang der staatlichen Straßen 60.000 Lampen – die meisten davon in den Ortsdurchfahrten von Landstraßen. 15.500 von ihnen sind sparsame Niederdruck-Natriumdampflampen, der Rest sind Hochdruck-Natriumdampfer.

Die Unterschiede zwischen den alten Lampen und den LEDs: Natriumdampflampen strahlen zwischen 100 und 160 Lumen Licht pro Watt ab, LEDs 120 bis 140. Eine Niederdrucklampe kostet bis zu 350 Euro, eine LED-Lampe 400. Aber: “Man kann das LED-Licht besser lenken”, sagt Seburger. Zudem scheinen die LEDs nicht “monochromatisch” – das heißt: Die Farben von Gegenständen unter der Lampe werden deutlicher. Im Gegenzug sorgen die alten Natriumlampen aber für stärkere Kontraste und bessere Sicht bei Nebel.

Stromrechnung von 1,4 Millionen Euro

Die Lampen auf den staatlichen Straßen verbrauchen laut Verkehrsministerium pro Jahr zehn Millionen Kilowattstunden Strom – und verursachen dadurch Kosten von 1,4 Millionen Euro. Würden alle Lampen sofort mit LEDs ausgetauscht, würde die Stromrechnung um 210.000 Euro pro Jahr geringer ausfallen.

An einigen Verkehrswegen – unter anderem im neuen Luxemburger Geschäftsviertel “Ban de Gasperich” – leuchten übrigens schon jetzt LED-Laternen. Insgesamt wurden seit August 2014 im Rahmen eines EU-Förderprojekts an 50 Luxemburger Gemeindestraßen 2.300 LED-Lampen aufgestellt. Zum Vergleich: Allein in der Stadt Luxemburg stehen 40.000 Straßenlaternen.

15 Kommentare

  1. Gët dat nat ze hell? Den Här Minister huet jo sengerzéit d’Luchten op verschidenen Platzen emseeen gelos
    wëll et méi secher soll sin wann et déischter ass. Do soll een dee Mann nach verstoen.

    • Wow! De “Pappnase Rost” huet den Internet ugeschalt an e Kommentar am Internet gemaach. Wa säi Kommentar dann och elo nach géif Sënn maachen. Ma awer. Bravo! Den Internet entdeckt!
      Sou, a lo d’Fro: Fir d’éischt gëtt dono gefrot, ob déi Luuchten net méi hell wieren. Dono, ouni eng Äntwert ofzewaarden, gëtt direkt behaapt (am drëtte Saz), datt dat ganz einfach de Fall wier an de Minister net ze verstoen ass.
      Wat huet de “Pappnase Rost” genee ze soen? Datt hien nëmme kënne fir hei ronderëm ze brëllen oder huet en och nach Substanz ze bidden?

    • Jo daat waaren genau die wo den Pauvre Chausses nach 2 Wochen virdrunn d’Birre gewiesselt hunn….

      Haat lo puur Led biren bestallt, sie senn wesentlich besser ginn, brauchen keng hallef stonn mei eier se hell ginn, ann kasten och kee Vermeigen mei.

  2. Dat do as näischt besonnesches, weder Potoen ofseeen nach lo déi LED.
    Säit ca 2 Joer besteet eng EU-Direktiv dass Staat a Gemengen sollen hirt Geliits op LED
    ëmstellen. Eenzel Gemengen hun dat ouni decken Medierummel gemaach.

    Do wou em meeschten “gerummelt” get: bei den Lobbyen, déi wéi Haien déi
    eenzel Leit bedrängen, déi d’Soen hun an de genannten Strukturen.

  3. Ech hu schon virun x JOEREN OP Spuerbiren ëmgebaut. Daat war e Flopp ! Déi opgedréckte Liewensdauer vun e puer dausend Stonnen war Verar******* pur. De Rekord hat eng (vun enger namhafter Mark) déin schon no enger halwer Stonn futti war. Zum Gléck hat ech déi aal nët all ewech gehäit an elo gin déi emol nach all verschafft !

    • Ech gesinn, den “olimax” ass also ganz kloer en CSV- oder, ganz schlëmm, ADR-Wieler, well aus deem schwaarz-brongen Eck kënnt deen Terme. Mol eng Fro: Wat mengt den “olimax” eigentlech, datt eng Luet ugaangen ass? A wat ass eng “Luet”? Meng hien eng “Lued” oder eng “Luucht/Lut”? Hmm… a wat genee soll den déiwe Sënn vu sengem Message eigentlech sinn? Kënne mer do eng Erkläerung kréie fir dem “olimax” säi Message um Internet ënner engem Artikel?

  4. Lutepoteau’s Fränz hat ja schon in der Vergangenheit bewiesen dass er lieber Strassen und Autobahn Maste umgesägt hat…wieso macht es denn jetzt Sinn wieder neue Lampen anzuschaffen denn es sind ja keine Maste mehr da, oder viel weniger; es sei denn er stellt wieder welche auf, und die doch irgendwann dann wieder mal um zu sägen lassen zum Spass; Schilda lässt grüssen vom Ober Grünspecht…Geldverschwendung pur statt sparen…

    • Gut gebrüllt, “Serenissima”! Leider in die falsche Richtung und völlig faktenfrei. Mal sehen…

      “Lutepoteau’s Fränz” Oha… jetzt wird es interessant.

      “hat ja schon in der Vergangenheit bewiesen dass er lieber Strassen und Autobahn Maste umgesägt hat” Ja, und? An Stellen wo niemand sie braucht.
      “wieso macht es denn jetzt Sinn wieder neue Lampen” Lampen, nicht neue Straßenlaternen, oder dachte “Serenissima” etwa bisher, dass immer gleich alles ausgetauscht wird?!

      ” anzuschaffen denn es sind ja keine Maste mehr da, oder viel weniger” Soviel weniger auch nicht. Fakten dazu?

      “es sei denn er stellt wieder welche auf, und die doch irgendwann dann wieder mal um zu sägen lassen zum Spass” Was für ein Unsinn. Hat “Serenissima” eigentlich den Artikel gelesen und nur in der Kommentarsektion rumbrüllen wollen?

      “Schilda lässt grüssen vom Ober Grünspecht…Geldverschwendung pur statt sparen…” Gleiche Frage wie oben. Wo findet zudem die Geldverschwendung statt? Ich zitiere aus dem Artikel: “Würden alle Lampen sofort mit LEDs ausgetauscht, würde die Stromrechnung um 210.000 Euro pro Jahr geringer ausfallen.”
      Bitte nächstes mal den Artikel lesen, ja?

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