Zwischen der Einwohnerzahl und der wirtschaftlichen Entwicklung Luxemburgs gibt es einen großen Zusammenhang. Das erklärt am Freitag die Statistikbehörde Statec auf einer Pressekonferenz. Wirtschaftswachstum bedeutet laut den Statistikern mehr Produktivität und höhere Einkommen – und damit eine größere Differenz zu den Einkommen in den Nachbarländern. Dies würde mehr Menschen anlocken. Die Luxemburger Bevölkerung wächst durch Migration.

Bei einem maximalen Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 4,5 Prozent könnte die Bevölkerung bis zum Jahr 2060 auf 1,2 Millionen Menschen anwachsen. Bei einem Wirtschaftswachstum von drei Prozent auf 1,1 Millionen Einwohner, bei 1,5 Prozent lediglich auf eine Million. Auch bei einer Stagnation soll die Einwohnerzahl des Großherzogtums 2060 auf eine Million gewachsen sein.

Das hat große Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt. Die Zahl der Arbeitnehmer soll um ganze 290.000 (71 Prozent) steigen, falls die Wirtschaft um 4,5 Prozent wächst. Auch wenn das Bruttoinlandsprodukt gar nicht steigt, wächst die arbeitsfähige Bevölkerung um 165.000 (ein Plus von 40 Prozent). Der Projektion für 2060 zufolge steigt auch das Durchschnittsalter der Bevölkerung um mindestens fünf Jahre: von 39,3 Jahren auf 44,2 bei starkem Wachstum des BIP und auf 46 Jahre bei keinem Wirtschaftswachstum.

Langsameres Wachstum als gedacht

Die Veröffentlichung der Zahlen passiert in Reaktion auf eine Projektion der europäischen Statistikagentur Eurostat. Die hatte – auch für Luxemburg – ein geringes Bevölkerungswachstum vorhergesagt.

Deshalb stellt Statec nun die eigenen Zahlen vor. Der Unterschied liegt in der Methodologie der Statistiker. Eurostat rechnet nur mit demografischen Werten, Statec schließt in die Formel auch die wirtschaftliche Entwicklung des Landes ein – und dadurch bedingt die Migration. Bis 2030 geht Statec davon aus, dass die Wirtschaft in Luxemburg weiter um drei Prozent steigen wird. “Es gibt keine bevorzugte Projektion oder eine, die realistischer ist”, erklärt Statec-Direktor Serge Allegrezza gegenüber dem Tageblatt. “Ich bin in dieser Hinsicht Agnostiker.”

Für Ausblicke über das Jahr 2030 hinaus redet die Luxemburger Behörde nicht mehr von einer “Prognose”, sondern von einer “Projektion”. Dabei werden eine Reihe unterschiedlicher Szenarien durchgespielt. In diesen wird allerdings nicht auf den Rifkin-Prozess eingegangen.

19 Kommentare

  1. Wenn man diese Zahlen liest, kann es einem schummrig werden. Frage: wie wird die Infrastruktur wachsen? Strassen, Wasserzufuhr, Elektrizitaet, Schulen, Spitaeler, Umwelt, ueberhaupt die Gesamtversorgung der Bevoelkerung. Schon heute ist die Lebensqualitaet nicht mehr die von vor Jahren. Nur eines sollte man unternehmen, Bauland kaufen, denn das wird rahr und teuer. Die Baupreise werden explodieren, siehe Monaco. Also, spekulieren wir mal kraeftig und sanieren wir uns finanziell an der Bevoelkerungsexplosion.

    • Ein Trost: Das erleben wir hoffentlich nicht mehr. Schon heute wird über fehlende Wohnungen gejammert die natürlich -weil sie rar sind- teuer sind. Billiger werden sie nicht wenn wir noch einige hunderttausend oder gar Millionen Zuwanderer anlocken. Und wer jetzt meint, die würden “unsere” Renten bezahlen, muss sich natürlich die Frage gefallen lassen, wer denn denen ihre Rente irgendwann bezahlt…………………………….

    • Ah , as den Keup – Club – Wee 2050 , och rem ennerwee ? En tout cas , brengt de Claude hei Mecht , ennert Lieser !
      Nach nie , gouf vun souvillen Birger Letzebuergesch geschwaat , wei Haut ! Also , halt ob , mat ärer Paranoia / Falschinformationen !

      • Mengt der villäicht d’Leit wären blöd an blann? Nächst Joer sinn Walen, an dann wäert der schonn gesinn dat Lëtzebuerger Sprooch, en vun den Haaptthemen wäert sinn, och ouni den Wee 2050. Wéi gesot, trëppelt emol en Tour duerch Esch-Uelzecht, dann wësst der wat ech mengen. De Réckgang vun der Lëtzebuerger Sprooch an der Gesellschaft ass keng Paranoia, mee d’Realitéit. Wou sinn se dann, all déi Leit déi Lëtzebuergesch schwätzen, an den Firmen, Geschäfter, Restauranten an dobaussen an den Stoussen vun den Stied?

        • Wow,un da Grenz an der Haptstadt,as dat,natirlech bessen aneschter,ma och do get Sproch geschwat.Kanner an Jugendlecher,können et,di meecht Erwüssener souwieso an,Guess what,och vill Net-Letzebürger,verstinn et an,probeieren et och ze schwetzen.Munch,trauen setch net,well se färten,feeler ze maan,oder vu möchtegern-Herr-Lehrer,domm ugemaat gin!An dann,gin et nach dei,di an e Cours gin(der gin et jo lo mei,wei Freiier)Also,maat net sou,wann Sproch geif ausstierwen!Dir,maat wirklech Paranoia!Lo,könnt rem di üblech Leier:An,a den Kliniken,Resteroen?Ma,och do,leieren/probeieren se et!Ma egal wei,wann een emmer nemen meckeren well,da fent een och meeschtens e Grond,Gell Dir,wat een Armut!Vill Reichtum,dach arm u Geescht!Jo richteg,si glaig Wahlen,dofir maat da lo,nachmei Stemmung,geint Net-Letzebuerger!Dach,Wahlen oder net,Dir maat emmer Stemmung,di net sou sin,wei Dir,well da soss neicht akzepteiert/tolereiert,well da Angst,virum eegen Schiirt hut an,erweidert mol ären Horizont!An,losst ierch mol eng besser afaalen,wi nemen geint Menschen virzegoen,di net sou sin,wei Dir!Am Besten,Dir losst irch mol,Alternativen an Leisungen afaalen.Maat,irch et ne sou einfach!Am Interet,vu Land an Birger,strengt Irch mol un,aplatz nemen ze:meckeren/steppelen an, Falschmeldungen ze verbreeden.

  2. Also der Rifkin Plan sollte das alles in der Zukunft lösen, wer’s glaubt wird selig sagte Luther der große Reformator, und wir sind ja im T Luther Jahr..das neue Evangelium von Gambia …nur dass Gambia vielleicht gleich weg vom Fenster ist..

  3. Das einstige Département Forêts wird dann zur Beton- und Asphaltlandschaft. Wiesen und Wälder werden verschwinden. Zum Glück werde ich dann nicht mehr sein um diese Misere zu erleben.

  4. 2060 wir ech 100 Joer aal an bestemmt net mei hai.Ee Gleck,well deen Chaos well ech net mei materliewen.Mais et kann sech awer nach vill aenneren bis dohin…vleicht gin et der och manner Awunner wei et elo sin.D’Top-Politiker vun den Weltmuechten waerten schon dofir suergen dass an naechster Zukunft e puer Milliarden Menschen verschwannen…oder et geschitt duerch eng Pandemie.

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