Sieben Stahlwerke und fünf europäische Service-Zentren hat das Unternehmen Liberty Steel von Arcelor Mittal abgekauft. 740 Millionen Euro hat sich das britische Unternehmen die Übernahme kosten lassen. Betroffen sind die Stahlwerke in Düdelingen (Luxemburg), Skopje (Nordmazedonien), Piombino (Italien) und zwei Produktionsstätten nahe Lüttich in Belgien. Die fünf Servicezentren liefen in Frankreich und Italien. Mehr als 14.000 Menschen sind durch den Wechsel betroffen.

Durch die Übernahme verdoppelt Liberty Steel seine Angestellten Zahl auf 30.000 Arbeitnehmer. In den nächsten drei jahren möchte das Unternehmen die Verkäufe der neuen Werke um 50 Prozent steigern und intensiv in die Standorte investieren. Deswegen würde es nun eine tiefgreifende Analyse geben, um detaillierte Pläne zur Investition und besseren Konkurrenzfähigkeit auszuarbeiten.

Der Wechsel der Stahlwerke und Service-Zentren ist schon länger bekannt. Sanjeev Gupta, der Gründer von Liberty House, freute sich in einer früheren Pressemitteilung, diese “hochqualifizierte und erfahrene Belegschaft” in seinem Unternehmen begrüßen zu können. “Unsere Absicht ist ein enges Arbeitsverhältnis mit den Regierungen und den Gewerkschaften zu entwickeln”, so Gupta. Die Gewerkschaften in Luxemburg sehen dies anders, sie wurden in die Verhandlungen nicht einbezogen und stehen dem neuen Besitzer skeptisch gegenüber.

8 Kommentare

  1. Hallo, bitte die Geschichte von diesem Gupta mal nachfragen. Verkauf von Fahrräder in der Türkei muss sehr viel eingebracht haben. Wenn ich richtig verstanden habe hat er momentan Probleme mit seinen Gläubigern. Gupta und Mittal, Schrotthändler unter sich, versteh ich wohl.

  2. Klar ist wohl dass MIttal sich langsam aber sicher aus Luxemburg zurückzieht, dabei verramscht er ein gutes Werk um einen Dreckschleuder namens ILVA zu erwerben, in der Hoffnung, dass die italienische Regierung ihm viel Geld geben wird, um zu modernisieren, wegen den Arbeitsplätze Bewahrung die in der Gegend um Taranto ziemlich rar sind…nun kann es aber sein, dass die Regierung ILVA dicht machen will…..was dann!

  3. Und wie soll man die Verkäufe um 50% steigern wenn Überkapazität auf dem Stahlmarkt herrscht ? Ah ja, die pokern wohl auf den nächsten Weltkrieg da wird sicher viel Stahl gebraucht …

  4. Bitte mal die Financial Times durchblättern, glaube, dass die Blase bald platzt. Gupta in GB heilig gesprochen, weil angeblich Retter der dortigen Stahlindustrie. Leute bleibt dran!!

  5. Was sagt eigentlich unser Minister zu diesen Machenschaften? Habe gerade gelesen Gupta ist ein wahrer Messias, sogar für die Australier in Whyalla, habe mich wahrscheinlich geirrt, er scheint ein Menschenfreund zu sein.

  6. Als Gewrkschaftler würde es mich schon kratzen was mein neuer Boss so treibt. Nebenbei als Wirtschaftsminister auch, aber was solls, es sind ja nur einpaar Arbeiter die betroffen sind.

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