Neues didaktisches Material des Bildungsministeriums soll es Schülern und anderen Interessierten erlauben, Luxemburg spielerisch besser kennenzulernen.

Bildungsminister Claude Meisch (DP) hat am Mittwoch bei einer Pressekonferenz im Restaurant des Nationalen Kunstmuseums in Luxemburg-Stadt drei neue didaktische Werkzeuge vorgestellt, mit denen Schüler und andere Interessierte das Großherzogtum entdecken können.

Beim ersten handelt es sich um die interaktive Applikation „Lucilin“. Laut Ministerium ermöglicht dieses Programm eine interaktive Reise durch das Großherzogtum mittels aller technischen Geräte (PC, Laptop, Tablet …). Veröffentlicht werden soll es im Januar 2019. Dabei soll der Nutzer über Geografie, Geschichte, Politik, Natur, Bräuche sowie Kultur des Landes informiert werden. Kinder und Jugendliche sollen sich hiermit Allgemeinwissen über Luxemburg aneignen können. Der Name „Lucilin“ erinnert an Lucilinburhuc, also an den mittelalterlichen Namen jener Festung, die den Grundstein für Luxemburg legte.

Das Programm kann im Unterricht – mit Unterstützung einer Lehrkraft – oder zu Hause ausgeführt werden. Die App bietet diesbezüglich eine digitale Hilfsfunktion, die Tipps für den Fall gibt, dass der Benutzer nicht zurechtkommen sollte. Die App soll Interessierten spielerisch neues Wissen über Luxemburg vermitteln und fällt somit in die Kategorie „serious gaming“ (zu Deutsch: seriöses Spielen).

Die Umgebung entdecken

Beim zweiten Werkzeug, das Minister Meisch am Mittwoch vorgestellt hat, handelt es sich um „eis gebaute Welt“ (zu Deutsch: unsere gebaute Welt). Ihm zufolge kann es genauso aufregend sein, hinaus in die Stadt zu ziehen, wie in die Natur zu gehen. Bei „eis gebaute Welt“ handelt es sich um Formulare und Rucksäcke, die den regionalen Direktionen des Schulwesens ab dem zweiten Semester zur Verfügung stehen werden. Themen wie Architekturepochen und Street Art werden hier behandelt. Die Rucksäcke beinhalten laut Ministerium Messinstrumente, Kreide, Lupe, Fotoapparat und Sicherheitsweste. Dieses Material richtet sich nur an Schulen. Die Schüler sollen die Gebäude und das architektonische Erbe ihrer Umgebung kennenlernen.

Ebenfalls vorgestellt wurde die neue Internetseite www.kulturgeschicht.lu. Sie richtet sich vor allem an Schüler der Sekundarstufe und entstand mit Unterstützung vom „Centre national de l’audiovisuel“ (CNA), vom Nationalen Geschichts- und Kunstmuseum, vom Filmemacher Andy Bausch, von ArcelorMittal, von RTL und weiteren. Die Webseite umfasst derzeit eine Einführung und sechs abgeschlossene Kapitel. Letztere wurden von Michel Pauly, Denis Scuto, Fernand Fehlen, Jeanne E. Glesener, Ian De Toffoli und Yves Steichen verfasst. Weitere sollen folgen. Die Informationen umfassen auch eine ganze Reihe von Quellen, Bild- und Tonmaterial.

1 Kommentar

  1. Eine begrüssenswerte und schon lang fällige Initiative. Bisher wurde die einheimische Geschichte , besonders die rezentere, sträflich vernachlässigt in unserem Schulunterricht. Somit dürfte eine Bildungslücke geschlossen sein.

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