In der Eurozone sind die Verbraucherpreise zum Jahresende wieder langsamer angestiegen. Im Dezember 2017 lag die Inflation im gemeinsamen Währungsraum um 1,4 Prozent höher als im Vorjahresmonat, wie das europäische Statistikamt Eurostat am Freitag in einer Schnellschätzung mitteilte. Im November hatte die Inflationsrate mit 1,5 Prozent noch etwas mehr betragen.

Mit 3,0 Prozent war der Anstieg bei Energie nun etwas höher als vor einem Jahr (2,6 Prozent), allerdings deutlich niedriger als noch im November 2017 (4,7 Prozent). Deutlich gestiegen sind die Preise für verarbeitete Lebensmittel, Alkohol und Tabak – sie legten um 2,2 Prozent zu, im Vorjahresmonat waren es noch 0,7 Prozent gewesen.

Notenbank sieht Währung erst ab zwei Prozent Inflation stabil

Insgesamt entfernte sich die Inflation aber wieder ein Stück weit vom Zielwert der Europäischen Zentralbank (EZB), die eine Teuerung von knapp zwei Prozent anstrebt. Erst dann sieht die Notenbank die Stabilität der Währung als gewährleistet an.

Besonders im Fokus steht die Kernrate der Verbraucherpreise, bei der die schwankungsanfälligen Preise für Lebensmittel und Energie ausgeblendet werden. In dieser Abgrenzung meldete Eurostat nur eine Teuerung um 0,9 Prozent, nach ebenfalls 0,9 Prozent im November.

Die Kernrate spielt eine wichtige Rolle, weil sie eine hohe Bedeutung für geldpolitische Entscheidungen der Europäischen Zentralbank hat. Obwohl die Wirtschaft in der Eurozone robust zulegt, hinkt die Inflation der allgemeinen Entwicklung hinterher, was eher für eine Fortsetzung der extrem lockeren Geldpolitik der EZB spricht.

3 Kommentare

  1. Wer glaubt denn noch diese Zahlen? Sieht man sich Rechnungen, Kassenzettel etc. von 2001 an, so stellt man fest, dass sich die Preise seit Einführung des Euros verdoppelt haben.
    Das entspricht einer jährlichen Inflationsrate von ca. 4%.

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