Am Morgen dieses denkwürdigen Tages begann die Streikaktion in der damaligen Ideal-Lederfabrik in Wiltz. Im Süden des Landes schloss sich Schifflingen in den frühen Abendstunden als erstes Hüttenwerk der Streikbewegung an, die mit brutaler Gewalt vom Nazi-Besatzer niedergeschlagen wurde.

Von unserem Korrespondenten Marc Gatti

Am Freitagabend gedachte die Gemeindeverwaltung Schifflingen der Opfer und Mutigen des Schifflinger Streiks zusammen mit den lokalen Resistenz- und Kriegsopferorganisationen, den Nationalrepräsentativen Gewerkschaften sowie mehreren Familienangehörigen der in Schifflingen damals aktiven Resistenzler, Zwangsrekrutierten, Deportierten und Opfer des Krieges. Bereits am späten Nachmittag wurden Blumen am Monument auf dem Werksgelände von Esch-Schifflingen niedergelegt.

Im Beisein der Abgeordneten Sylvie Andrich, Claude Wiseler und Marc Spautz, des Bürgermeisters Paul Weimerskirch, der Verantwortlichen des ArcelorMittal-Werks, des Zeitzeugen Jos Steichen sowie der Vertreter des Schöffen- und Gemeinderats wurden vor dem Schifflinger Rathaus auf dem Freiheitsplatz Blumen unter den Klängen von Trompeter Michel Weber, in Begleitung von Eric Gerardi an der Trommel, niedergelegt. Nach der Gedenk- und Schweigeminute, dem Erschallen der Sirene und dem Läuten der Glocken fand dann im Saal “Grand-Duc Jean” auf Einladung der Gemeindeverwaltung ein Festakt mit Ehrenwein statt.

Während seiner Ansprache erinnerte Bürgermeister Paul Weimerskirch an die historischen Geschehnisse vom 31. August 1942 und versprach den zahlreich erschienenen Gästen, dass die Gemeinde Schifflingen auch in Zukunft alles tun werde, damit der Streik auf der “Schëfflenger Schmelz” nicht in Vergessenheit gerate. Im Rahmen dieser Feierstunde wurde des Weiteren die Dokumentationsbroschüre “Die Eingemeindung Schifflingens an Esch/Alzette” des Lokalhistorikers Jérôme Courtoy vorgestellt.

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