In der Doping-Affäre um den Fußballspieler Emmanuel Françoise gibt es einen neuen Moment. Wie der Präsident der luxemburgischen Anti-Doping-Agentur (ALAD) dem Tageblatt gegenüber bestätigte, kam es bei der Berufungsprozedur zu einem Formfehler. Ob die Doping-Affäre also noch einmal aufgerollt wird, ist momentan fraglich.

Zur Erinnerung: Françoise wurde am 14. Mai 2017 im Anschluss an die Partie F91 gegen Fola positiv getestet. Der Franzose leidet unter Asthma und ist deshalb auf das Medikament Ventolin angewiesen. Aufgrund einer Asthma-Krise riet sein Arzt ihm dazu Terbutalin zu nehmen, das allerdings seit dem 1. Januar 2017 auf der Doping-Liste steht. Françoise bestritt die Einnahme nicht, erklärte allerdings, dass er das Medikament aus gesundheitlichen Gründen und nicht zur Leistungssteigerung einnahm.

Stellungnahme abgegeben

Vor dem Conseil de discipline contre le dopage wurde Françoise – der mittlerweile in Niederkorn spielt – am 24. Juli freigesprochen. Die ALAD wollte dieses Urteil nicht akzeptieren und legte Berufung vor dem “Conseil supérieur de discipline contre le dopage” ein. Bei dieser Prozedur ist, laut ALAD-Präsident Guy Colas, der Formfehler aufgetreten. “Der Conseil supérieur de discipline contre le dopage hat uns über den Formfehler informiert und ich habe vor zwei Wochen Stellung hierzu bezogen”, so Colas. Nach dieser Anhörung hatte die Gegenseite erklärt, innerhalb zwei Wochen eine schriftliche Stellungnahme abzugeben. Diese liegt dem “Conseil supéerieur de discipline contre le dopage” nun vor.

Wie geht es weiter?

Sollte der “Conseil supérieur de discipline contre le dopage” unter der Leitung von Präsident Jean-Claude Wiwinius den Formfehler anerkennen, könnte die Berufung als unzulässig abgewiesen werden. Sollte dem nicht so sein, steht der Berufung nichts im Weg und der Fall kann noch einmal verhandelt werden. Eine Entscheidung soll Ende Oktober fallen.

Emmanuel Françoise hat in der laufenden Meisterschaft drei Tore für den Progrès erzielt, zudem schoss er das 1:0 im Rückspiel gegen die Glasgow Rangers.

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