Sébastien Grandjean hat laut Tageblatt-Informationen dem Jeunesse-Vorstand bereits vor dem Derby gegen die Fola (5:2) mitgeteilt, dass er die Mannschaft in der kommenden Saison nicht betreuen kann. Die Suche nach einem Nachfolger hat bereits begonnen.

Auch am Sonntag nach dem furiosen 5:2-Derbysieg bei der Fola und der endgültigen Qualifikation für die Europa League wollte Sébastien Grandjean nicht mit der Sprache rausrücken. Der Belgier wurde am 10. April als Interimstrainer und als Nachfolger von Marc Thomé verpflichtet und hatte auf Anhieb Erfolg. Die Jeunesse holte in seiner Amtszeit 14 Punkte aus sieben Spielen. Der 48-Jährige war lange nicht abgeneigt, auch in der kommenden Saison den Verein zu trainieren, den er bereits 2012 zum Vizemeister gemacht hatte, und war in den vergangenen Wochen auch in die Personalplanungen des Rekordmeisters involviert. Grandjean wird jedoch in Zukunft im Beruf mehr Verantwortung zu tragen haben und kann deshalb den Anforderungen, die man als Trainer bei einem BGL-Ligisten hat, nicht nachkommen.

Bei den „Bianconeri“ hat deshalb die Suche nach einem Nachfolger bereits begonnen. Wie L’essentiel berichtete, wurde der Jeunesse auch der Franzose Noël Tosi angeboten, der in den vergangenen Jahren vor allem in Frankreich als „Wandervogel“ aktiv war. Laut Tageblatt-Informationen schaut man sich aber bei der Jeunesse nach Kandidaten um, die sich mit dem luxemburgischen Fußball auskennen.

Die F91-Frage

Auch in puncto Personal kommt in den kommenden Wochen eine Menge Arbeit auf den Vorstand des Vereins zu. Noch immer ist nicht geklärt, ob die Düdelinger Armada in der kommenden Saison für die Escher auflaufen wird. Wahrscheinlich ist ein Verbleib von Almir Klica, der keinen gültigen Vertrag mehr mit dem F91 besitzt. Omar Natami und Joël Pedro sollen wenn möglich auch gehalten werden. Die Zukunft von Omar Er Rafik und Momar N’Diaye ist mehr als ungewiss und die Zeichen stehen auf Abschied. Fest steht, dass in der kommenden Saison nur noch zwei Spieler von einem Verein ausgeliehen werden können. Problematisch ist deshalb die Personalie Antonio Luisi, der wegen eines Bänderrisses im Knie noch bis kommenden Herbst ausfällt. Der beste Angreifer der Jeunesse würde damit die gesamte Vorbereitung sowie Europa-League-Partien verpassen.

Die Entscheidung in all diesen Dossiers wird sich noch etwas hinauszögern, weil F91-Mäzen Flavio Becca in dieser Hinsicht das letzte Wort hat. In den kommenden Tagen wird sich auch entscheiden, ob Verteidiger Adrien Portier weiter für den Rekordmeister auflaufen wird. Zuletzt waren die Verhandlungen ins Stocken gekommen.

Esch hat bereits den 18-jährigen Verteidiger Rick Brito (Wiltz) und Flügelspieler Cédric Soares (Mondorf) fest verpflichtet. Verhandlungen mit anderen potenziellen Neuzugängen laufen.

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