FußballRegen, Wind, Dunkelheit: Wetter dämpft EM-Vorfreude

Fußball / Regen, Wind, Dunkelheit: Wetter dämpft EM-Vorfreude
Luxemburger Fans seien hiermit gewarnt: Regenmantel, dicker Pulli und Sonnenbrille gehören allesamt mit in den Koffer Foto: Sven Hoppe/dpa

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Das anhaltend eher schlechte Wetter macht auch den EM-Organisatoren zu schaffen. Ein neues Sommer-Märchen scheint jedenfalls nicht in Sicht.

Deutschland 2024, ein neues Sommermärchen? Märchen, ja, durchaus möglich. Aber Sommer, so wie 2006? Keine Chance. Kurz vor dem Turnierstart dämpft das vielerorts bescheidene Wetter (so wie in Luxemburg auch) die aufkeimende EM-Euphorie. Die Aussichten sind maximal wechselhaft – doch zumindest die Teams nehmen es mit Humor.

„Wahrscheinlich haben wir das schlechte Wetter mitgebracht“, witzelte etwa der schottische Co-Trainer John Carver vor dem Eröffnungsspiel gegen Deutschland am Freitag (21.00 Uhr/ZDF) in München. Ronald Koeman, Bondscoach der hoch gehandelten Niederländer, berichtete nach der ersten Nacht im Oranje-Basecamp in Wolfsburg: „Ich habe hervorragend geschlafen. Nur das Wetter spielt noch nicht mit – Regen, Wind und Dunkelheit.“

Als es schneite …

So weit wie seinerzeit im Allgäu, als die Nationalmannschaft Togos sich 2006 vom Sponsor eigens Winterjacken ins Trainingslager liefern ließ, weil es in Wangen plötzlich schneite, ist es freilich nicht. Doch die Aussichten könnten fürwahr besser sein. Zumal sich ein Wetterumschwung mit Turnierstart wie bei der WM vor 18 Jahren nicht im Geringsten andeutet.

„Wir sehen im Moment nicht, dass sich die Wetterlage so umstellt, dass wir ein Megahoch in der Nähe hätten, dass uns Sommerwetter mit entsprechenden Temperaturen bringt“, sagte Sabine Krüger vom Deutschen Wetterdienst der Kölnischen Rundschau. Im Gegenteil. „Es scheint insgesamt wechselhaft zu bleiben, warme und kühlere Luft wechseln sich ab, was auch die Gefahr von Schauern und Gewittern mit sich bringt“, so Krüger.

Jaja, das liebe Wetter. Immer wieder werden dieser Tage die Erinnerungen an 2006 beschworen. Damals ging es aus einem nassen und noch eher durchschnittlich temperierten Frühjahr heraus direkt in den heißesten Juli der Wettergeschichte. Bei einer Durchschnittstemperatur von fast 22 Grad wurden die Nächte durchgemacht.

Und heute? „Es ist schwierig bis unmöglich, für die gesamte EM Aussagen zu treffen“, sagt Krüger. Kein Wunder also, dass Turnierdirektor Philipp Lahm dieser Tage nicht mal heimlich auf die Wettervorhersage schaut. „Ich drücke die Daumen, dass das funktioniert“, sagte Lahm im SID-Interview: „Wenn ich rausgehen kann und mit allen anderen, die zu uns reisen, draußen feiern kann, macht es natürlich am meisten Spaß. Und da hilft nur Daumen drücken.“ (SID)